Schmerzempfindliche Warzenpatienten können aufatmen!
Etwa 15 Prozent der Bevölkerung, hauptsächlich Kinder und Jugendliche, sind mit einem Warzenvirus infiziert. Die Behandlung mit Kälte, Laserlicht oder Messer ist meist aufwendig und schmerzhaft - vor allem Kinder leiden. Leider bleiben nach der unangenehmen Prozedur häufig Narben zurück und bei Kindern löst die Behandlung zudem oft Angst aus.
Schmerzfreie Warzenentfernung
Die Pflastermethode:
Sechs Tage lang wird die Warze mit Klebeband abgeklebt, bevor Schleifpapier oder Bimsstein zum Zuge kommen. Nach einer pflasterfreien Pause von zwölf Stunden wird die Wucherung erneut abgeklebt. In einer Studie verschwanden die Warzen bei über 85 Prozent der mit Klebeband behandelten Patienten, während die übliche Vereisung beim Arzt nur bei 60 Prozent der Behandelten half. Die Prozedur erstreckt sich allerdings über zwei Monate. Vermutlich stimuliert die Pflastermethode durch lokale Irritation der Warzenregion körpereigene Abwehrmechanismen.
Die Infrarot-Licht-Methode:
In einer klinischen Studie wurden die Warzen von 80 Patienten mit Infrarotlicht bestrahlt. Nach drei Bestrahlungen kam es zu einer Abnahme der Warzenfläche um über 80 Prozent. Die Forscher vermuten auch hier eine Steigerung der Immunabwehr durch eine verbesserte Durchblutung. Nachteile: Wartezeiten beim Arzt, zudem wird vermutlich nicht jeder Arzt diese Therapie anbieten und bisher übernehmen die Kassen die Kosten nicht.
Mono-Chloressigsäure:
Mit einem Spatel wird eine geringe Menge Mono- Chloressigsäure (z. B. Acetocaustin) auf die Warze aufgetupft und mit einem Pflaster abgedeckt. Nach einer Woche hat die Mono-Chloressigsäure die oberste Schicht der Warze aufgelöst und der Schorf wird zusammen mit dem Pflaster abgelöst. Die Säure kann immer nur die oberste Schicht der Warze lösen, daher ist es manchmal notwendig, die Prozedur zu wiederholen bis die Warze vollständig verschwunden ist.
Quelle: K & P Redaktionsbüro
