HIV und AIDS - HIV-Test

Eine Infektion mit HIV kann nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht geheilt werden. Zwar gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Medikamenten, die die Vermehrung des HI-Virus hemmen. Aber die Viren werden meist nach einer gewissen Zeit unempfindlich gegen die eingesetzten Medikamente. In der Medizin nennt man dies Resistenzbildung. Es gibt verschiedene Substanzgruppen, die in der Regel miteinander kombiniert werden, um einen bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Aber auch, um eine Resistenzbildung zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern. Die Fachbezeichnung für die Behandlung lautet antiretrovirale Therapie, kurz: ART.

Um die Wirksamkeit einer Behandlung zu überprüfen, wird die so genannte Viruslast, auf Englisch: virusload, gemessen. Hierzu stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, mit deren Hilfe bestimmt wird, wie groß die Anzahl der Viren im Blut und/oder den Zellen ist. Auch die Anzahl der CD4-Zellen ist ein wichtiger Parameter. Diese Kontrollen sind wichtig, um rechtzeitig zu erkennen, ob und wann die Erkrankung fortschreitet und um die Therapie dann rechtzeitig anzupassen.

Damit die Behandlung Erfolg haben kann, muss der Patient sehr konsequent und regelmäßig die Medikamente einnehmen. Die Medikamente haben jedoch teilweise schwere Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Durchfall, Depressionen oder Störungen der Fettverteilung, die das Aussehen des Behandelten gerade im Gesicht sehr verändern können. Das macht Betroffenen die Einnahme nicht immer einfach. Letztendlich kann diese Therapie jedoch den Ausbruch von AIDS inzwischen lange hinauszögern.

 

HIV ist nicht gleich AIDS

HIV und AIDS muss man also klar trennen. Ein Mensch kann durchaus HIV-positiv sein ohne AIDS zu haben. Zwischen der Infektion mit dem Virus und dem Vollbild AIDS liegen unterschiedliche Stadien und können Jahre vergehen. Wie lange es im Einzelfall dauert, ist dabei sehr unterschiedlich. Man weiß jedoch, dass gewisse Faktoren, wie etwa ein guter der Ernährungszustand, den Ausbruch der Erkrankung verzögern können.

 

Ausgrenzung von HIV-Infizierten

Wer eine HIV-Infektion hat, kann eigentlich genauso leben wie nicht-infizierte Menschen. Das dies aber häufig nicht der Fall ist, liegt daran, dass Menschen mit HIV und AIDS meist aus dem täglichen Leben ausgegrenzt werden. Viele Menschen fürchten beispielsweise, eine HIV-Infektion schon durch das Berühren eines Kranken zu bekommen. Aber Hand schütteln, umarmen oder sogar einen Wangenkuss geben ist völlig gefahrlos.

Oft wird auch befürchtet, sich über Tränen, Speichel oder Schweiß eines HIV-Infizierten anzustecken. Und tatsächlich finden sich Spuren des Virus in diesen Körperflüssigkeiten, auch in Urin und Kot. Aber diese sind so gering, dass es für eine Infektion eines anderen Menschen nicht ausreicht, so die Wissenschaftler. Und es ist bis heute kein einziger Fall einer Übertragung über diese Körperflüssigkeiten bekannt. Gemeinsam Schwimmen, Saunieren, trinken aus einem Glas, das ist alles also gefahrlos möglich.

 

HIV und Sexualität

Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens, den man daraus auch nicht wegdenken kann und soll. Und es ist heutzutage etwas ganz Normales, dass Menschen im Laufe ihres Lebens mehrere Sexualpartner haben. Das ist immer Sache des Einzelnen. Nur, die möglichen Folgen, das ist die Sache von mindestens zwei Menschen. Und spätestens dann ist Offenheit und Ehrlichkeit angebracht, um dem Sexualpartner die Möglichkeit zu geben, sich vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. So erwachsen sollte ein Erwachsener dann schon sein. Denn das Prinzip: "Mich wird es schon nicht treffen" ist heute mehr denn je russisches Roulette.

 
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