Hepatitis C - Gefährlich, wenn sie chronisch wird

Die Hepatitis C ist eine Virusinfektion der Leber, die weltweit verbreitet ist. Etwa 3 Prozent der Weltbevölkerung sind infiziert, in Deutschland ca. 800 000 Menschen. Die Erkrankung verläuft in 80 Prozent der Fälle chronisch und kann dann zu schweren Leberschädigungen führen, wie Leberzirrhose (Schrumpfleber) oder Leberkrebs.

Übertragung von Hepatitis C

Die Übertragung des Hepatitis-C-Virus (HCV) geschieht auf dem Blutweg. Dadurch ist die Gruppe der Drogenabhängigen besonders gefährdet, wenn Nadeln und Spritzen gemeinsam benutzt werden. Aber auch spezielle Berufsgruppen, die mit infiziertem Blut in Kontakt kommen können, wie Laboranten, Krankenschwestern oder Ärzte.

Selten, aber doch möglich, ist die Übertragung von Mutter zu Kind während der Geburt. Vor allem dann, wenn die Konzentration des Virus im mütterlichen Blut sehr hoch ist.

Auch die Gefahr einer sexuellen Übertragung ist gegeben – insbesondere bei Sexualpraktiken mit hohem Verletzungsrisiko.

In vielen Erkrankungsfällen lässt sich der Übertragungsweg allerdings nicht ermitteln. Wichtig: Infektionen über Bluttransfusionen oder während einer Dialyse (Blutwäsche) sind heute - bei ordnungsgemäßer Durchführung und Kontrolle - nahezu ausgeschlossen.

Symptome von Hepatitis C

  • Akute Form: Nach einer Inkubationszeit von 2-26 Wochen treten grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit auf. Viele Betroffene berichten über Appetitlosigkeit, Druckschmerzen im Oberbauch und die Abneigung gegenüber bestimmten Speisen. Eher selten färben sich Haut und Augen gelb oder es kommt zu einer Dunkelfärbung des Urins und einer Entfärbung des Stuhls. Bei ca. 10-20 % der akut Betroffenen heilt die Erkrankung ohne Therapie nach 2-8 Wochen aus. In den meisten Fällen ist das Immunsystem jedoch nicht in der Lage, das Virus aus eigener Kraft zu bekämpfen. Ist es länger als 6 Monate im Körper des Patienten nachzuweisen, spricht man von einer chronischen Hepatitis C.
  • Chronische Form: Die Infektion kann schleichend über Jahrzehnte verlaufen. Die meisten Betroffenen klagen über Beschwerden wie Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, unklare Oberbauchbeschwerden. Ein geringerer Teil berichtet über Juckreiz und Gelenkbeschwerden. Aus dieser Gruppe der chronisch Infizierten bekommt ein Fünftel nach durchschnittlich 20 Jahren eine Leberzirrhose. Diese wiederum kann ein Auslöser für Leberkrebs sein.