Pfeiffersches Drüsenfieber - Diagnose und Behandlung
Neben den Krankheitszeichen sind Blutuntersuchungen wegweisend. Insbesondere so genannte Pfeiffer-Zellen sind typisch. In Zweifelsfällen kann auch ein spezieller Antikörper-Test durchgeführt werden, der ggf. wiederholt werden muss. Um die Leber und Milz zu beurteilen, kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Welche Therapie gibt es bei Pfeifferschem Drüsenfieber?
Ein spezielles Medikament gegen das Epstein-Barr-Virus gibt es nicht. Deshalb können nur die Symptome behandelt werden. Dazu gehören insbesondere das Fieber und die Schmerzen. Bei etwa 10% der Betroffenen kommt es im Verlauf zusätzlich zu einer bakteriellen Entzündung der Mandeln, die mit Antibiotika therapiert wird. Dabei wird der Arzt Penicilline vermeiden, da sie speziell bei der Mononukleose zu Hautausschlägen führen können.
Treten Komplikationen auf, müssen diese ebenfalls symptomatisch behandelt werden; ein Milzriss erfordert eine Notfalloperation. Im Versuchsstadium sind spezielle Medikamente wie Interferon.
Worauf muss der Erkrankte achten?
Das Wichtigste ist körperliche Schonung, insbesondere in den ersten Wochen der Erkrankung; die volle Belastungsfähigkeit ist häufig erst nach mehreren Monaten wieder hergestellt. Bei einer Milzschwellung können bereits körperliche Arbeit oder Sport zu einem Milzriss führen. Wichtig ist es, wie bei allen fieberhaften Erkrankungen viel zu trinken, auch wenn das Schlucken schwer fällt. Hilfreich sind besonders Kräutertees, die nicht nur den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen, sondern gleichzeitig die Entzündung hemmen (z.B. Salbei, Kamille, Thymian).
Fiebersenkende, schmerzlindernde Mittel wie Paracetamol helfen gegen die Hauptsymptome. Die Halsschmerzen lassen sich auch mit feuchten Halswickeln (z. B. mit Quark oder Retterspitz®) und Mundspülungen (z.B. mit Eibisch, Huflattich, Spitzwegerich) lindern; in der Apotheke sind Fertigpräparate mit Kapuzinerkresse und Meerrettich erhältlich.
Wie kann man eine Ansteckung vermeiden?
Da das Virus weit verbreitet ist, kann man sich kaum vor einer Ansteckung schützen. Die einzige Möglichkeit besteht darin, engen Körper- und vor allem Speichelkontakt mit Erkrankten zu vermeiden. Der Kranke braucht allerdings nicht isoliert werden. Einen Impfstoff ist in Erprobung und soll besonders bei Patienten eingesetzt werden, bei denen das Risiko für Komplikationen hoch ist.
Autor/Quelle: Dagmar Reiche

