Mumps

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Definition: Mumps (Ziegenpeter, Parotitis epidemica) ist eine Viruserkrankung. Betroffen sind vor allem die Speicheldrüsen. Es können aber auch andere Organe befallen sein, u.a. Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Hoden, Eierstöcke, Brustdrüsen, Tränendrüsen und das zentrale Nervensystem.

Ursache(n)

Erreger ist das Mumpsvirus. Mumps ist ansteckend und die Infektion ist am häufigsten zwischen dem 6. und 15. Lebensjahr. Allerdings machen viele Menschen eine Mumpsinfektion durch, ohne an Mumps zu erkranken, d.h. 40 bis 50 Prozent der Infektionen verlaufen ohne Symptome. Bei 70 bis 90 Prozent aller Erwachsenen lassen sich Antikörper gegen den Mumpsvirus nachweisen, was für eine durchgemachte Infektion spricht. Die Infektion bewirkt normalerweise eine lebenslange Immunität. Übertragen werden Mumpsviren durch so genannte Tröpfcheninfektion. Der Speichel von Mumpspatienten ist hochinfektiös. Ansteckungsgefahr besteht 6 Tage vor dem Auftreten der typischen Symptome bis 14 Tage danach. Die Inkubationszeit liegt durchschnittlich bei 18 bis 21 Tagen, kann aber auch länger oder kürzer sein.

Merkmale, Diagnostik, Verlauf

Oft gehen uncharakteristische Symptome wie Kopf- und Halsschmerzen voraus. Meist schwillt dann zunächst eine der Ohrspeicheldrüsen an, die der anderen Seite folgt nach Stunden oder Tagen. Erhöhte Temperatur oder Fieber können auftreten. Die Schwellung der Speicheldrüse führt zu Spannungsgefühl in der darüber liegenden Haut, die Lymphknoten in der Halsregion sind vergrößert. Kopfbewegungen und das Kauen können schmerzhaft sein. Die Diagnose erfolgt klinisch, also anhand der Symptome. Sollte die typische Schwellung der Ohrspeicheldrüse fehlen, kann die Diagnose durch Nachweis spezifischer IgM-Antikörper im Blut erfolgen. Normalerweise gehen nach Rückgang der erhöhten Körpertemperatur auch die Schwellungen zurück. Nach zwei Wochen sind die Patienten bei normalem Verlauf beschwerdefrei. Bereits vor der Speicheldrüsenschwellung, gleichzeitig mit dieser oder bis zu vier Wochen danach, können die erwähnten anderen Organe befallen werden. Auch ohne Parotitis wurde diese Ausbreitung auf andere Organe beobachtet. Die Prognose der Mumpsinfektion ist an sich gut. Bei Eintreten der seltenen Komplikation der Meningoenzephalitis wurden allerdings auch Todesfälle beobachtet.

Komplikationen

  • Orchitis: Bei Knaben kann in 20 bis 30 Prozent der Fälle eine Entzündung der Hoden auftreten und auch Nebenhoden, Samenstränge und Prostata betreffen. Diese Entzündungen können zur Sterilität führen.
  • Bei Mädchen wurden Ovaritis und Mastitis beobachtet.
  • Pankreatitis: Zwar zeigen bis zu 70 Prozent der an Mumps Erkrankten erhöhte Amylase-Werte, aber nur 10 Prozent weisen eine symptomatische Pankreatitis auf. Die Pankreatitis äußert sich in: Appetitlosigkeit, Erbrechen. Schmerzen im Oberbauch, fettigem Stuhlgang. Es wird diskutiert, ob Mumps durch die Mitbeteiligung der Bauchspeicheldrüse zu Diabetes mellitus führen kann.
  • Myokarditis: Entzündung des Herzmuskels; selten.
  • Meningitis, Meningoenzephalitis: mit 10 Prozent relativ häufig. Zeichen sind Kopfschmerzen, Nackensteife, Erbrechen und auffällige Verhaltensänderungen beim Kind. Eine Mitbeteiligung des Hirngewebes (Enzephalitis) ist seltener. Für das Vorliegen dieser Komplikation sprechen beispielsweise Schläfrigkeit, Koma, Krämpfe, Lähmungen. Die Hirnnerven können hierdurch in Mitleidenschaft gezogen werden, wodurch zum Beispiel Schwerhörigkeit oder Taubheit verursacht werden können.
  • Eine Mitbeteiligung des Hirngewebes (Enzephalitis) ist seltener. Für das Vorliegen dieser Komplikation sprechen beispielsweise Schläfrigkeit, Koma, Krämpfe, Lähmungen. Die Hirnnerven können hierdurch in Mitleidenschaft gezogen werden, wodurch zum Beispiel Schwerhörigkeit oder Taubheit verursacht werden können.

Behandlung

Es gibt keine spezifische Therapie gegen Mumps. Die Therapie besteht in Behandlung der Symptome, z.B. mit Schmerzmitteln und fiebersenkenden Maßnahmen.