Malaria

Malaria gehört weltweit zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten, an der jedes Jahr bis zu 500 Millionen Menschen neu erkranken und bis zu 3 Millionen Menschen sterben. Durch Reisen in asiatische und afrikanische Länder spielt Malaria auch in Deutschland eine Rolle, obwohl die Malariaerreger hier nicht heimisch sind.
Malaria ist eine Infektionskrankheit mit typischen Fieberschüben, die von Malariaerregern, den Plasmodien, ausgelöst wird. Diese Plasmodien werden von einer bestimmten Mückenart, der Anopheles-Mücke, auf den Menschen übertragen.

Verbreitung von Malaria

Malaria ist typisch für tropische und subtropische Gebiete.

Der größte Teil der Infektionen tritt in Afrika auf und zwar im Gebiet südlich der Sahara bis zum Norden Südafrikas – nach Schätzungen der WHO infizieren sich dort jedes Jahr zwischen 300 und 500 Millionen Menschen mit dieser Krankheit und über eine Million Kinder sterben.

In Asien sind besonders die Grenzregion zwischen Thailand und Myanmar, Laos, Kambodscha, die indonesischen Inseln östlich von Bali, Papua-Neuguinea sowie die Solomonen betroffen.

In Südamerika sind Teile Brasiliens gefährdet. Durch den Tourismus sind allerdings auch Menschen betroffen, die eigentlich nicht in den Risikogebieten leben. In den letzten Jahren haben sich jährlich mehrere hundert Deutsche auf Urlaubsreisen angesteckt.

Die meisten dieser Infektionen traten in westafrikanischen Ländern sowie in Kenia auf. Äußerst selten kann man sich auch anstecken, wenn eine infizierte Mücke in ein Flugzeug gelangt. Dann kann es noch im Flugzeug oder auf dem Flughafen zu einer Übertragung, der Flughafenmalaria, kommen. Meistens wird Malaria durch den Stich einer weiblichen Anophelesmücke übertragen, die mit Plasmodien infiziert ist.

Sehr selten kann Malaria auch von Mensch zu Mensch bei einer Bluttransfusion oder während einer Schwangerschaft von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden. Auch können sich "gesunde" Mücken durch das Saugen von mit Malariaerregern infiziertem Menschenblut anstecken und so zu Überträgermücken werden – auch das ist bereits vorgekommen.

Entstehung von Malaria

Malaria wird durch vier verschiedene Plasmodienarten hervorgerufen – und zwar durch Plasmodium falciparum, ovale, vivax und malariae. Diese vier Arten verursachen drei verschiedene Malariatypen, die sich hinsichtlich des Fieberverlaufs und der Krankheitsschwere voneinander unterscheiden.

Die Plasmodien verbringen einen Teil ihres Lebenszyklus in der Mücke und den anderen Teil im Menschen. Ihre Entwicklung im Menschen hängt eng mit den Fieberschüben zusammen, die bei einer Malariaerkrankung auftreten. Durch den Stich der mit Plasmodien infizierten Mücke gelangen die Erreger in die Blutbahn des Menschen. Sie wandern in die Leber, wo sie je nach Art zwischen 5 und 18 Tagen bleiben und sich weiterentwickeln.

Am Ende dieses Stadiums platzen die befallenen Leberzellen auf und die Malariaerreger treten wieder in die Blutbahn ein. Dort heften sie sich an rote Blutkörperchen (Erythrozyten) an, dringen in diese ein und vermehren sich weiter. Wenn die Erythrozyten zerfallen, werden also viele Erreger freigesetzt, die wiederum neue rote Blutkörperchen befallen. Dieser Mechanismus ruft die immer wiederkehrenden Fieberschübe hervor.