10 Tipps zu Osteoporose

1. Checken Sie Ihr Risiko!

Sind Sie weiblich, schlank und sehr hellhäutig oder über 50 Jahre alt? Dann haben Sie ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken. Treffen zwei oder drei der folgenden Risikofaktoren auf Sie zu, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen: Frühe Wechseljahre, Knochenschwund in der Familie, niedriges Körpergewicht, Nikotingenuss oder Abnahme der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter. Auch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten wie Cortison begünstigt den Knochenschwund.

2. Auch Männer sind betroffen!

Männer sind zwar seltener betroffen als Frauen, aber nicht davor gefeit - etwa jeder siebte Mann erleidet im Laufe seines Lebens eine osteoporotische Fraktur. Auslöser können zum Beispiel Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, wenig Bewegung, ungesunde Ernährung oder der über die Jahre sinkende Testosteronspiegel sein.

3. Mit 50 zur Früherkennung!

Frauen sollten ab dem 50. Lebensjahr mit der Früherkennung beginnen; Männer, wenn sie zwei bis drei Risikofaktoren aufweisen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenkasse, wo Sie die Knochendichtemessung durchführen lassen können und ob die Kosten dafür übernommen werden.

4. Knochendichtemessung ist nicht gleich Knochendichtemessung!

Eine zuverlässige und wissenschaftlich anerkannte Methode zur Messung der Knochendichte ist die Osteodensitometrie. Die einfache und schmerzlose Untersuchung ist schnell durchgeführt und im Vergleich zu Röntgenaufnahmen sehr strahlungsarm.

5. Kalzium und Vitamin D stärken Ihre Knochen!

Achten Sie bereits in jungen Jahren auf eine kalziumreiche Ernährung und eine ausreichende Vitamin D-Versorgung. Kalzium-Quellen: Milch, Milchprodukte, kalziumreiches Mineralwasser sowie grünes Gemüse.

6. Vorsicht Knochenräuber!

Zu viel Phosphor, tierisches Eiweiß, Kochsalz und Oxalsäure gehen an Ihre Knochensubstanz! Auch Nikotin, Alkohol und Kaffee schwächen Ihre Knochen und sollten vermieden bzw. nur in Maßen genossen werden.

7. Werden Sie aktiv!

Regelmäßige Bewegung animiert Ihre Knochen, mehr Kalzium einzulagern. Körperliche Aktivität ist deshalb nicht nur zur Vorbeugung, sondern auch bei bestehender Osteoporose wichtig. Ihr Arzt berät Sie, welches Bewegungstraining für Sie geeignet ist.

8. Stärkere Knochen mit der richtigen Therapie!

Es gibt Medikamente, die dem Knochenschwund effektiv entgegen wirken. Bisphosphonate, z. B. der Wirkstoff Alendronat, gehören heute zur Standardtherapie. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und überlegen Sie gemeinsam, was Sie gegen den Knochenschwund unternehmen können.

9. Gönnen Sie Ihren Knochen einen Aufbau-Tag!

Nehmen Sie sich einen Tag in der Woche bewusst Zeit für sich und Ihre Therapie. Machen Sie, was Ihnen Spaß macht und treiben Sie Sport. Das stärkt nicht nur die Knochen, sondern auch die Selbstsicherheit und damit die Lebensfreude.

10. Hier bekommen Sie Unterstützung!

Tipps und Hilfe erhalten Sie auch bei Selbsthilfegruppen. Hier können Sie nach Ansprechpartnern in Ihrer Region fragen:

  • Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., Kirchfeldstraße 149, 40215 Düsseldorf Telefon 02 11 - 31 91 65
  • Dachverband deutschsprachiger Osteoporose-Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen e.V. (DOP), Breitenweg 7c/1, -8042 Graz, Telefon 0043 - 31 - 6 48 32 48

Weitere Tipps

Alarmsignale wahrnehmen!
Knochenschwund bleibt anfangs unbemerkt, da er sich schleichend und zunächst schmerzlos entwickelt. Hinweise auf einen fortgeschrittenen Knochenschwund können sein: gelegentliche Rückenschmerzen sowie Knochenbrüche, die bei ganz normalen Alltagsbelastungen auftreten und eine abnehmende Körpergröße.

Instabile Knochen durch Untergewicht und Diäten!
Wenn Sie untergewichtig sind, haben Sie ein höheres Risiko für Knochenbrüche. Hungern und häufige Diäten führen zu einer Unterversorgung mit Kalzium und begünstigen eine Osteoporose.