Vitamin D und Kalzium gegen Osteoporose

Bei einer ausgewogenen Ernährung-
gibt es eigentlich keinen Grund, um zusätzlich Nährstoffe in Tablettenform einzunehmen. Für viele Menschen ist es jedoch schwierig, allein durch Nahrung den Bedarf an Kalzium (etwa ein Gramm pro Tag und 1,5 Gramm ab dem 50. Lebensjahr) und Vitamin D zu decken. Besonders dann, wenn beispielsweise eine Milchallergie oder Laktoseintoleranz besteht.
Folgende Stoffe sollten bei einem entsprechenden Produkt enthalten sein:
- Kalzium: 1000–1500 mg (am besten als Kalziumzitrat)
- Vitamin D: 400–800 I. E. (Internationale Einheiten)
- Zusätzlich sinnvoll ist Magnesium: 400–600 mg
- Evtl. kann die Mischung ergänzt werden durch: Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Folsäure, Kupfer, Mangan, Zink, Bor und Chrom
Faktoren bei der Nährstoffaufnahme
Verzehrt man kalziumreiche Lebensmitteln oder Kalziumpräparate bedeutet das allerdings noch nicht, dass der Mineralstoff auch wirklich dahin gelangt, wo er seine Wirkung entfalten kann. So kann es trotz normaler Zufuhr zu Mangelerscheinungen kommen – nämlich bei vermehrtem Verlust, erhöhtem Verbrauch oder verminderter Aufnahme in Darm. Die Bioverfügbarkeit bestimmt letztlich, welcher Anteil eines Nährstoffs dem Körper effektiv zur Verfügung steht (Einflussfaktoren siehe Tabelle, Bioverfügbarkeit s. Grafik).
Übrigens: Eine Schwangerschaft erhöht nicht das Risiko für die Entstehung von Osteoporose im Alter.
| Faktor | Effekt |
| Vitamin D | Erhöht die Aufnahme von Kalzium im Darm. Verbessert die Kalziumbilanz durch Einfluss auf die Nierenfunktion. |
| Vitamin K | Mitbeteiligt beim Aufbau des Knochengerüstes und damit der Knochendichte. Erhöht indirekt den Einbau von Phosphat und Kalzium in den Knochen. |
| Vitamin C | Wesentlich bei der Bildung von Bindegewebe und damit auch des Knochenbindegewebes. |
| Magnesium | Wichtig bei der körpereigenen Bildung von Vitamin D. Zusätzlich beteiligt bei der Knochenmineralisation. |
| Fluor, Kupfer, Mangan, Zink und Bor | Hier wird eine Beteiligung am Aufbau des Knochens vermutet. Genauere Erkenntnisse fehlen jedoch noch. |
| Bewegung | Erhöht den Knochenumsatz und damit auch den Einbau von Kalzium in das Skelett. |
| Licht | Steigert die körpereigene Vitamin-D-Produktion. |
| Oxalat, Phytinsäure (fasereiche Kost), Sulfat, Phosphat | Binden Kalzium im Verdauungstrakt und verhindern dessen Aufnahme in die Blutbahn. |
| Eiweissreiche Kost, Kochsalz, Koffein, Alkohol | Erhöhen den Kalziumverlust über die Nieren. |

Autor/Quelle: Dagmar Reiche

