Brustkrebs: Selbstuntersuchung zur Früherkennung

Brustkrebs macht normalerweise weder Schmerzen noch andere typische Beschwerden. Frauen sollten daher einmal im Monat selbst ihre Brust abtasten. Das rät das Deutsche Grüne Kreuz e.V. (DGK) in Marburg. Denn frühzeitig erkannt, ist Brustkrebs heilbar.

Einmal pro Monat abtasten!

Die Selbstuntersuchung ist dabei eine wichtige Ergänzung zur regelmäßigen Abtastung durch den Arzt bei der Krebsfrüherkennungsuntersuchung und zum Mammographie-Screening für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Spätestens vom 30. Lebensjahr an sollten Frauen mit dem Abtasten beginnen. Der beste Zeitpunkt ist eine Woche nach Beginn der Periode.

Selbstuntersuchung - aber wie?

Inspektion vor dem Spiegel
Zunächst empfehle sich eine Inspektion vor dem Spiegel, erläutert das DGK. Dabei sollte darauf geachtet werden, ob sich die Brust in ihrer Form, Größe oder Lage verändert hat. Anschließend werden beide Arme über den Kopf gehoben. Dabei muss beachtet werden, ob die Brüste der Bewegung folgen.
Abtasten
Dann streckt man den linken Arm nach oben und legt die rechte Hand flach auf die linke Brust. Mit der jeweiligen Handfläche wird bei geraden und geschlossenen Fingern die Brust mit kreisenden Bewegungen auf Knoten und Verhärtungen abgetastet. Dieses Vorgehen wird auf der anderen Seite wiederholt – mit der linken Hand an der rechten Brust.
Dann wird die Brustwarze vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger gedrückt. Sollte dabei Flüssigkeit austreten, achten Sie auf deren Farbe und Beschaffenheit. Schließlich werden auch die beiden Achselhöhlen mit der flachen Hand nach eventuellen Knotenbildungen abgetastet. Anschließend wird die Selbstuntersuchung im Liegen fortgesetzt: Dabei liegt der linke Arm angewinkelt unter dem Kopf.
Gleich zum Arzt gehen!
Handelt es sich bei den Absonderungen aus der Brustwarze um ein blutiges, milchiges oder wässriges Sekret? Tritt es nur aus einer Brustwarze aus? Werden Verhärtungen oder Knoten ertastet oder hat sich die Brust in anderer Weise verändert? Gibt es einen neu aufgetretenen Größenunterschied der Brüste? Dann steht unverzüglich ein Besuch beim Arzt an.
Das gilt den Experten zufolge auch dann, wenn sich die Brüste beim Heben der Arme unterschiedlich verhalten oder wenn sich eine der Brustwarzen nach innen zieht. Anlass für einen Arztbesuch sind zudem Hautveränderungen im Bereich der Brustwarze, plötzlich auftretende und nicht mehr abklingende Entzündungen oder Rötungen einer Brust, Knoten oder vergrößerte Lymphdrüsen in der Achselhöhle und aus der Brustwarze austretende Sekrete.

Erschrecken Sie nicht, wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich entdecken sollten. Das heißt noch lange nicht, dass Sie Brustkrebs haben! In den allermeisten Fällen ist nicht Brustkrebs die Ursache der Symptome.