Brustkrebs vorbeugen - geht das?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in den westlichen Industrieländern – deutlich mehr als ein Viertel aller Krebserkrankungen geht auf sein Konto. Allein in Deutschland werden pro Jahr über 57.000 Frauen mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Deshalb hat die Brustkrebsvorsorge - Früherkennung und Vorbeugung - einen hohen Stellenwert. Je mehr über Risikofaktoren – gerade auch ererbte – bekannt ist, desto intensiver stellt sich die Frage: "Kann eine gesunde Lebensführung zur Minderung des Brustkrebs-Risikos beitragen?"

Brustkrebsvorsorge durch Änderung der Lebensgewohnheiten

Fast jede Erkrankung ist durch eine bewusste Veränderung ungesunder Lebensgewohnheiten positiv zu beeinflussen. Das gilt auch für Brustkrebs. Auch wenn es Risikofaktoren gibt, die sich nicht beeinflussen lassen (z. B. frühe erste Regelblutung, später Eintritt in die Wechseljahre, Genveränderungen), sind etliche Aspekte bekannt, durch die sich einer Brustkrebserkrankung verbeugen lässt:

  • Gesunde Ernährung
  • Abbau von Übergewicht
  • Körperliche Aktivität
  • Verzicht auf übermäßigen und regelmäßigen Alkoholkonsum
  • Vermeidung von bedrückendem Stress

Durch eine Änderung des Lebensstils kann das Brustkrebsrisiko gesenkt werden; außerdem wird die Eigenverantwortung gestärkt, sodass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Selbstverständlichkeit werden.

Gesunde Ernährung

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung stellt eine feste Größe in der Vorbeugung von Brustkrebs dar. Frauen mit deutlichem Übergewicht scheinen häufiger an Brustkrebs zu erkranken als schlanke und normalgewichtige Frauen. Von deutlichem Übergewicht spricht man bei mehr als 25 % über dem Normalgewicht – was heute mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) ausgedrückt wird.
Jeder zweite Bundesbürger - so die Bilanz des letzten Bundesgesundheitsreports - ist bereits übergewichtig. Es ist bekannt, dass starkes Übergewicht dem Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Fettstoffwechselstörungen Vorschub leistet. Der Risikofaktor Übergewicht scheint in ursächlichem Zusammenhang mit dem Fettgewebe zu stehen, da auch hier weibliche Sexualhormone (Östrogene) gebildet werden – und diese spielen bei der Entstehung von Brustkrebs eine entscheidende Rolle.
Demnach kann man mit einer fettarmen Kost, die reichlich Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte nicht nur das Gewicht reduzieren, sondern auch das Brustkrebsrisiko senken.
Darüber hinaus hält eine gesunde Ernährung mit allen notwendigen Bestandteilen wie Aufbau- und Energielieferanten, Vitaminen und Mineralstoffen die natürlichen Anwehrkräfte des Organismus besser der Bildung und der Vermehrung von Krebszellen entgegenwirken.
Mit zunehmendem Lebensalter lassen die natürlichen Abwehrkräfte des Organismus nach. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöht sich deutlich durch falsche Ernährungsgewohnheiten und die Summierung von Schadstoffen aus der Umwelt. Es lohnt sich also, krebsvorbeugende bzw. -hemmende Lebensmittel zu essen, obgleich es keine erklärte Anti-Brustkrebs-Diät gibt!

 
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