Eierstockkrebs: Diagnose und Therapie
Eierstockkrebs: Ursachen
Die Ursachen des Eierstockkrebs sind noch weitgehend unbekannt. Umwelt- und Genussgifte, Fehlernährung, Bewegungsarmut und Übergewicht sowie andere negative Auswirkungen des Lebensstils bieten keine relevanten Hinweise für das Entstehen des Krebsleidens. Auffällig sind jedoch ganz natürliche Abläufe, die jeder Frau eigen sind: Der Menstruationszyklus.
Ruht der Eierstock wegen der Einnahme der Pille oder einer Schwangerschaft, werden die Eireifung und Ovulation über Monate zuweilen auch Jahre unterdrückt. Im Gegensatz dazu stellen häufige fruchtbare Zyklen ohne den Eintritt einer Schwangerschaft den bisher höchsten bekannten Risikofaktor dar. Das heißt, die Einnahme der Pille bietet nicht nur Schutz vor einer Schwangerschaft, sondern sie kann auch das Risiko des Eierstockkrebs ebenso mindern wie eine oder mehrere Schwangerschaften.
Weitere Risiken sind das zunehmende Alter (Frauen über 60 sind am meisten betroffen); Brustkrebspatientinnen erkranken häufig zu einem späteren Zeitpunkt. Litten die Mutter, Großmutter oder andere nahe Verwandte an Eierstockkrebs, wird von einer familiären Disposition gesprochen, die es zu beachten gilt.
Eierstockkrebs: Diagnose-Methoden
Eine der Möglichkeiten zur Erkennung des noch symptomfreien Ovarialkarzinoms, ist die regelmäßige Beckenuntersuchung. Diese gilt aber nicht als absolut aussagefähig. Darum wird nach verlässlicheren Methoden gesucht, um das Frühstadium zu erkennen, bevor der Tumor über den Eierstock hinausgewachsen ist.
Ebenso kommen Ultraschall und/oder Computertomographie sowie die Bestimmung des Tumormarkers CA-125 im Blut in Frage. Letzterer ist jedoch nicht verlässlich nachweisbar und selbst bei gutartigen Eierstockerkrankungen vorhanden. Das heißt: Die Blutanalyse kann eine umfassende ärztliche Diagnose nicht ersetzen. Die sicherste Maßnahme zur Erkennung eines Ovarialkarzinoms ist eine Biopsie, die operative Entnahme von Gewebe.
Eierstockkrebs: Behandlung und Therapie
Liegt ein positiver Befund vor, wird im Allgemeinen im Rahmen des ersten Schrittes die Entfernung der Eierstöcke, Eileiter, der Gebärmutter sowie der benachbarten Lymphknoten vorgenommen. Weitere Gewebeproben geben Aufschluss über die Verbreitung des Tumors. Auf dieser Grundlage erfolgt die Planung der Behandlungsstrategie, wobei das Stadium der Erkrankung, der Allgemeinzustand und das Alter der Patientin berücksichtigt werden. Liegt ein langsam fortschreitender kleiner Tumor vor und besteht bei der Patientin ein Kinderwunsch, wird lediglich der vom Krebs befallene Eierstock entfernt. Bei einer Verbreitung des Krebses wird so viel wie möglich von der Tumormasse entfernt, um im Anschluss daran eine Strahlen- und/oder Chemotherapie einzuleiten.
Die Planung und Durchführung der weiteren Behandlung sollte mit der Patientin und ihren Angehörigen ausführlich abgesprochen werden. Dabei dürfen Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen und die Einschränkung von Aktivitäten nicht verschwiegen werden. Die Ärztinnen und Ärzte des Berufsverbandes der Frauenärzte stehen ihren Krebspatientinnen mit Empathie zur Seite. Jede Frau sollte sich über Fragen und Ängste mit dem Arzt ihres Vertrauens austauschen, Beschwerden unverzüglich mitteilen und sich bei den Nachuntersuchungen an den ärztlichen Rat halten.
Autor/Quelle: Berufsverbandes der Frauenärzte e. V.

