Prostatakrebs: Symptome und Anzeichen

Was sind Symptome von Prostatakrebs? Anhand welcher Anzeichen erkenne ich ein Prostatakarzinom? Bösartige Geschwülste der Prostata entstehen in zwei Dritteln der Fälle in den äußeren Drüsenbereichen. Da deshalb die im Innern verlaufende Harnröhre erst spät eingeengt wird, macht sich der Prostatakrebs oft erst nach längerer Zeit bemerkbar. Also gilt: Auch ohne Anzeichen kann bereits ein Prostatakrebs oder eine Vorstufe vorliegen.

Prostatakrebs: Symptome und Anzeichen

Tritt jedoch eines oder mehrere der folgenden Symptome auf, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Nur dieser kann zwischen einem bösartigen Tumor und einer gutartigen Prostatavergrößerung mit ähnlichen Symptomen unterscheiden.

  • Abgeschwächter oder unterbrochener Harnstrahl, verminderte Urinmenge
  • Gehäuftes, aber erschwertes Wasserlassen, mehrmaliger Harndrang in der Nacht
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Erektionsstörungen, Schmerzen bei der Erektion, verminderter Samenerguss
  • Schmerzen in der Prostata
  • Selten: Blut im Urin oder Blut im Sperma
  • Bei Metastasen: Knochenschmerzen, beispielsweise im unteren Rückenbereich oder Becken

Diagnose Prostatakrebs

Der Arzt wird nach dem Erheben der Krankengeschichte und der allgemeinen körperlichen Untersuchungen als erstes die Prostata mit dem Finger durch den Enddarm abtasten (rektale Palpation). So erkennt er Anzeichen für Prostatakrebs wie Vergrößerungen, Verhärtungen und schmerzhafte Veränderungen der Prostata. Einschränkend muss man sagen, dass sich nicht alle Tumoren tasten lassen, insbesondere wenn sie noch klein sind oder Richtung Bauchseite wachsen.

Ergänzt werden kann dieses Überprüfen der Symptome durch eine Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonographie). Besteht der Verdacht auf Prostatakrebs, wird unter Ultraschallkontrolle Gewebe aus verschiedenen Arealen der Prostata entnommen (ultraschallgesteuerte transrektale Stanzbiopsie) und unter dem Mikroskop nach Krebszellen durchforstet.

Steht die Diagnose Prostatakrebs fest, wird mit einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraums und der Nieren, Röntgenuntersuchung des Brustkorbs und Skelettszintigraphie, eventuell auch Computertomographie (CT) nach Metastasen vor allem in Nieren und Harnwegen, Lunge und Knochen gesucht und damit auch eine Stadieneinteilung für den Prostatakrebs vorgenommen.

Verlaufskontrolle von Prostatakrebs per PSA-Wert

Eine wichtige Rolle bei der Prostatakrebs-Diagnostik spielen auch Blutuntersuchungen. Dabei ist vor allem das PSA (prostataspezifisches Antigen) bedeutsam. Dieses Eiweiß gehört zu den Tumormarkern. Tumormarker sind Substanzen, die bei bestimmten Krebsarten mehr oder weniger spezifisch erhöht sind.

Ob sich der PSA-Wert eignet, um Prostatakrebs zu diagnostizieren, ist umstritten. Zwar spricht ein stark erhöhter Wert für ein Prostatakarzinom, er kann aber auch andere Ursachen haben, beispielsweise eine Entzündung. Unbestritten ist jedoch die Bedeutung von PSA für die Verlaufskontrolle bei Prostatakrebs: Bei erfolgreicher Therapie sinkt die Konzentration im Blut; steigt sie wieder an, spricht das für einen Rückfall.