Lebensmittelvergiftung - Was tun?
Natürlich ist es am besten, wenn es gar nicht erst zu einer Vergiftung kommt. Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln sollten deshalb einige Grundregeln selbstverständlich sein:
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Hygiene in der Küche: Bevor Sie mit der Küchenarbeit beginnen, ist Händewaschen angesagt; waschen Sie sich außerdem vor dem Essen, nach jedem Toilettengang und jedem Kontakt zu Tieren die Hände.
Bei Gerichten, die rohe Eier enthalten (z. B. Mayonnaise, Tiramisu, Eierspeisen), achten Sie besonders auf Frische und Güte der Zutaten. Hackfleisch garen Sie immer durch, aufgetautes Geflügel spülen Sie sehr sorgfältig ab und tupfen es hinterher trocken. -
Verwendung von unbekannten oder seltenen Zutaten: Sie kochen selten mit Pilzen, Pflanzenbestandteilen, Muscheln oder exotischem Fisch? Lassen Sie sich im Fachgeschäft hinsichtlich der Qualität der Waren beraten, vertrauen Sie außerdem Ihrem Bauchgefühl: Sobald etwas komisch oder verdorben aussieht oder riecht, hat es in Ihrem Kochtopf nichts verloren. Unbekanntes aus Wald und Garten, deren Herkunft unsicher ist, kann zur lebensgefährliche Speise werden!
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Die passende Küchenhardware: Benutzen Sie Töpfe, Pfannen und Geschirr namhafter Hersteller, bei denen sichergestellt ist, dass sie sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe an die Verordnungen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit halten.
Bakterielle Verunreinigungen
Plötzliche Bauchschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen: Dieser Mechanismus hilft dem Körper, sich von der verdorbenen Nahrung zu befreien.
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Unterdrücken Sie deshalb den Brechreiz nicht, sondern geben Sie ihm nach – Sie fühlen sich dann gleich besser.
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Oft tritt danach Durchfall auf, der von Bauchkrämpfen und auch Fieber begleitet sein kann. Das Hauptproblem von Erbrechen und Durchfall ist der zunehmende Flüssigkeitsverlust, den der Körper nur schwer ausgleichen kann – denn Ihnen wird im Moment nicht nach Essen oder Trinken zumute sein.
Am besten trinken Sie immer wieder kleine Mengen Fenchel- oder Kamillentee. So lässt sich der Brechreiz meist umgehen. Weitere Tipps finden Sie hier. Halten die Beschwerden an, kontaktieren Sie Ihren Arzt. Treten Kreislaufbeschwerden auf, ist das ein Anzeichen, dass die Hausmittel nicht ausreichen, um Ihren Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. -
Regeln Sie außerdem die Toilettenbenutzung. Lassen Sie nach Möglichkeit erkrankte Familienmitglieder eine andere Toilette benutzen. Desinfizieren Sie diese nach jedem Toilettengang und achten Sie auf sorgfältige Hygiene. Waschen Sie auch benutzte Handtücher bei hohen Temperaturen. So lässt sich die Übertragung von Keimen und ihren Toxinen auf noch gesunde Familienmitglieder unterbinden.
Gifte von Pflanzen, Pilzen, Muscheln und Fischen
Hier ist schnelle Hilfe gefragt! Die oben beschriebenen Magen-Darm-Beschwerden sind bei diesen Vergiftungen oft sehr stark und von weiteren Symptomen begleitet. Die Gifte wirken immer auch auf das Nervensystem ein, so dass Lähmungen und ein starkes Krankheitsgefühl auftreten, die einen Gang zum Arzt dringend erforderlich machen. Dem Arzt hilft bei der Diagnosestellung besonders ein Rest der zubereiteten Speise – so lässt sich z. B. bei einer Pilzvergiftung schnell der Verursacher finden und eine Gegentherapie einleiten.
Chemische Verunreinigungen
Diese Vergiftungen sind häufig schwer nachzuweisen, so dass der Vorsorge eine wichtige Rolle zukommt. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, sobald Sie einen Verdacht auf eine chemische Lebensmittelvergiftung haben.
Autor/Quelle: Nathalie Blanck

