Iberogast bei Magen-Darm-Beschwerden

Iberogast ist ein pflanzliches Arzneimittel, das zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt wird. Iberogast setzt sich aus neun Heilpflanzen zusammen und soll dadurch gegen Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Sodbrennen sowie Übelkeit wirken. Auch bei Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Reizmagen oder Gastritis soll Iberogast helfen. Nebenwirkungen sind grundsätzlich zu beachten.
Iberogast gegen Magenschmerzen und Sodbrennen
Iberogast setzt sich zusammen aus der bitteren Schleifenblume (Iberis amara), Angelikawurzeln, Kamillenblüten, Kümmelfrüchten, Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Pfefferminzblättern, Schöllkraut und Süßholzwurzeln. Durch dieses Zusammenspiel an Wirkstoffen richtet sich dieses Magen-Darm-Präparat nicht gezielt gegen bestimmte Magenprobleme wie Geschwüre oder Übelkeit, sondern sorgt allgemein für ein ausgeglichenes Gefühl im Magen-Darm-Trakt. Dadurch, dass es ein rein pflanzliches Produkt ist, ist es auch für Säuglinge und Langzeitbehandlungen geeignet. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Iberogast nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Iberogast: Dosierung und Anwendung
Iberogast ist ausschließlich in flüssiger Form erhältlich und wird als Tropfen eingenommen. Die Flüssigkeit sollte vor der Verwendung geschüttelt werden. Soweit vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene dreimal täglich vor dem Essen 20 Tropfen Iberogast ein. Die Arznei sollte dazu mit etwas Flüssigkeit vermischt werden. Für Kinder von sechs bis 12 Jahren empfiehlt der Hersteller dreimal täglich 15 Tropfen, für Kinder von drei bis fünf Jahren zehn Tropfen.
Nebenwirkungen von Iberogast
Auch wenn das pflanzliche Präparat Iberogast rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist, ist es dennoch nicht gänzlich unbedenklich. So können durch Iberogast sehr seltene Nebenwirkungen Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden sowie Übelkeit auftreten. Treten diese Nebenwirkungen auf, sollte die Einnahme von Iberogast abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder mit Nahrungsmitteln sowie Getränken sind nicht bekannt. Zu Nebenwirkungen und Risiken lesen Sie im Zweifel immer die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Apotheker oder Arzt. Allerdings enthält Iberogast 31 Prozent Alkohol, was Patienten bedenken sollten. Vergleichbare Präparate, die alternativ in Frage kommen können, sind beispielsweise Laxoberal® und Rennie®-Kautabletten.
Wirkung dieses Magen-Darm-Präparats
Im Zusammenhang mit Durchfall, Sodbrennen oder Magen-Darm-Beschwerden wirkt Iberogast folgendermaßen:
- Beruhigung der Magennerven
- Entspannung der Magenmuskeln
- Regulierung der Magenbewegung
- Normalisierung der Säurebildung
- Schutz der Magenschleimhaut
Autor/Quelle: Kristina Klement
