Hilfe bei Sodbrennen

Die Magensäure des Menschen hilft, Nahrungsmittel zu verdauen und Krankheitskeime aus der Nahrung zu eliminieren. Sie ist umgeben von einer Magenwand, die verhindert, dass die Magensäure das körpereigene Gewebe des Magens verdaut. Ein zäher Schleim schützt den Magen vor dem Verdauungssaft. Entsteht jedoch zu viel Magensäure kann es zu Sodbrennen kommen.
In den Industrieländern leidet ein großer Anteil der Bevölkerung unter Sodbrennen. Dabei ist jeder zehnte Erwachsene täglich und jeder Dritte gelegentlich davon betroffen. In Deutschland sind etwa zehn Millionen Menschen von diesem Volksleiden betroffen. Englische und amerikanische Mediziner sprechen von „heartburn" – Herzbrennen – obwohl das Herz eigentlich nicht daran beteiligt ist. Diese Terminologie ist darauf zurück zu führen, dass es durch den krankhaften Rückfluss von saurem Mageninhalt (gastroösophagealen Reflux) in die Speiseröhre (Ösophagus) zu einer brennenden Wärme im Brustraum kommt.
Scharfe Speisen schmerzen sehr
Sodbrennen wird u.a durch schwer verdauliche oder auch scharf gewürzte Speisen verursacht da diese Lebensmittel den Druck im Magenerhöhen.
Der erhöhte Druck im Magen bewirkt, dass ein Teil des Mageninhaltes in die Speiseröhre läuft, und der Überschuss an Magensäure oberhalb der Magengegend einen brennenden Schmerz auslöst. Eine mögliche Ursache dafür kann sein, dass der Appetit über den Hunger siegt und man mehr isst, als der Magen verträgt. Menschen mit Übergewicht sind besonders anfällig für Sodbrennen: 70 % der Patienten mit Sodbrennen sind gleichzeitig zu dick. Bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Zitrusfrüchte, Alkohol sowie schweres und fettes Essen können Sodbrennen auslösen oder verschlechtern. Essen, das sauer aufstößt, sollte entsprechend vermieden werden. Gelegentliche „Sünden" mit Sodbrennen sind noch kein Grund zur Besorgnis, doch chronisches Sodbrennen kann schwerwiegende und dauerhafte gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
Ätzend für die Speiseröhre
Die Magensäfte verätzen die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre, wobei oberflächliche Defekte, aber auch tiefer gehende Geschwüre entstehen können. In schweren Fällen können innere Blutungen oder eine Verengung der Speiseröhre auftreten. Diese Verengung äußert sich in Schluckbeschwerden oder -unterbrechungen, was den Gang zum Arzt unbedingt erforderlich macht. Auch wer unter Übelkeit und Schmerzen in der Rippengegend leidet, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, denn nicht behandelte Erkrankungen, die durch Sodbrennen verursacht wurden, können chronischen Husten oder Asthmahervorrufen. Langfristig besteht sogar die Gefahr, dass die Schleimhautzellen in der Speiseröhre entarten und sich Krebs entwickelt. Daher ist es wichtig die Ursachen rechtzeitig zu beheben und mögliche Folgeschäden zu bandeln.
Tipps gegen Sodbrennen
- Achten Sie beim Essen auf kleine Portionen mehrmals am Tag.
- Legen Sie sich nicht unmittelbar nach einer Mahlzeit zum Schlafen hin.
- Eventuell können Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer), die die Magensäure neutralisieren, Ihnen helfen.
Autor/Quelle: Quelle: Dr. Kaske Redaktionsbüro
