Stomatitis - Behandlung und Vorbeugung
Behandlung einer Stomatitis
Zu heiße, scharfe, harte oder kantige Nahrung sollte vermieden, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden. In der Apotheke gibt es zahlreiche Präparate mit chemischen oder pflanzlichen Wirkstoffen, die zur Behandlung einer Stomatitis eingesetzt werden können. Geeignet als Gurgellösung sind z. B. verdünnte Ringelblumenessenz, Salbei- oder Kamillentee, zum Einreiben ins Zahnfleisch erhalten Sie z. B. Zahnfleischbalsam. Weitere Tipps zur Therapie finden Sie unter Aphthen. Bei Beschwerden, die sich trotz Behandlung nach zwei Wochen nicht bessern, sollte der Arzt zu Rate zu gezogen werden, ebenso bei immer wiederkehrenden Entzündungen.
Vorbeugung einer Stomatitis
Wichtigste Maßnahme ist die Vorbeugung, damit eine Stomatitis gar nicht erst entsteht. Im Mittelpunkt steht dabei die richtige Mundhygiene, also alle Maßnahmen, die Zähne, Zahnfleisch, Zunge und Mundschleimhaut gesund erhalten: regelmäßiges Zähneputzen und Reinigen der Zahnzwischenräume sowie die regelmäßigen Kontrollen durch den Zahnarzt. Besonders gepflegt werden müssen Übergänge und Nischen zwischen natürlichen und künstlichen Zähnen, da sich dort Speisereste und Zahnbelag besonders gut ansammeln können. Risikofaktoren, insbesondere hochprozentiger Alkoholkonsum und Rauchen sollten vermieden werden.
Für ältere Menschen gilt: Der Zahnersatz muss regelmäßig zweimal täglich gereinigt werden. Herausnehmbarer Zahnersatz sollte möglichst nach jeder Mahlzeit unter fließendem Wasser mit einer weichen Zahnbürste gereinigt werden. Außerdem empfiehlt es sich, ihn einmal täglich in Prothesen-Reiniger zu baden. So lässt sich die Keimbesiedlung restlos beseitigen.
Auch der Besuch beim Zahnarzt bleibt wichtig: Halbjährlich sollte der korrekte Sitz des Zahnersatzes überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Bei vorhandenen Druckstellen sollte umgehend der Zahnarzt aufgesucht werden. Weitere Empfehlungen und Hinweise zur richtigen Pflege und Reinigung der Zähne und des Zahnersatzes gibt der Zahnarzt.
Autor/Quelle: Dagmar Reiche

