Beckenbodenübungen

Ziel der Beckenbodenübungen

Wie bei jeder sportlichen Betätigung wird sich der Erfolg nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit einstellen. Während dieser Zeit, die sich über einige Monate erstrecken kann, ist es wichtig, dass Sie die Übungen konsequent und möglichst täglich durchführen. Stellen Sie trotzdem keine Besserung fest, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Eine sehr häufige Ursache für Blasenschwäche oder Inkontinenz, ist eine schlaffe Muskulatur des Beckenbodens. Eine inaktive Beckenbodenmuskulatur kann nicht nur Blasenschwäche zur Folge haben, sondern auch für Rückenprobleme verantwortlich sein. Ziel der Beckenbodengymnastik ist der Aufbau der zu schwachen Beckenbodenmuskulatur, damit die Halte- und Schließfunktion wieder hergestellt wird: Ziel ist also Elastizität & Kraft.

Der Beckenbodenmuskel verbindet das Schambein mit dem Steißbein. Die Beckenbodenmuskulatur ist nicht direkt zu spüren. Beginnen Sie daher zunächst mit Wahrnehmungsübungen, denn wer seine Wahrnehmung entwickelt, spürt, wo und wie die Übungen wirken. Legen Sie dazu die rechte Hand auf Ihr Schambein und die linke Hand auf Ihr Steißbein. Schicken Sie Ihren Atem in diesen Bereich. Lassen Sie dzwischen ihren Händen einen warmen Strom fließen. Nach einer Minute wechseln Sie die Hände und machen die Übung nochmals eine Minute.

Beginnen Sie die Beckenbodengynastik stets mit einer Warnehmungsübung - dies sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskulatur von Beginn an. Es ist auch ratsam, bevor Sie mit dem Beckenbodentraining zum ersten Mal beginnen, die Übungen unter fachkundiger Anleitung mit einem Physiotherapeuten durchzuführen. Wiederholen Sie die folgenden Übungen mindestens 8 mal oder so oft Sie können.