Endlich Nichtraucher!

Nach der Zustimmung des Bundesrates am 6. Juli 2007 ist das Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens zum 1. September 2007 in Kraft getreten. Das Gesetz beinhaltet ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen des Bundes und im öffentlichen Personenverkehr. Ferner sieht es eine Verbesserung des Schutzes vor Passivrauchen am Arbeitsplatz und eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes vor.

Jährlich 140.000 Tote

Weltweit gibt es etwa Milliarden Raucher. In Deutschland sterben jedes Jahr bis zu 140.000 Menschen an Krebs, Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, die auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken, nimmt mit der täglich gerauchten Zigarettenmenge, der Inhalationstiefe, dem Teergehalt der Zigarettensorte und den Raucherjahren zu. Rauchen führt auch zu bösartigen Tumoren in der so genannten "Rauchstraße", nämlich in

  • Mundhöhle,
  • Kehlkopf,
  • Luftröhre,
  • Speiseröhre,
  • Magen.

Darüber hinaus spielt Rauchen eine Rolle bei

  • Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs,
  • Nierenkrebs, Leukämie.

Bei Frauen ist Rauchen ein Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs; bei werdenden Müttern erhöht Rauchen nachgewiesenermaßen die Zahl der Fehl- und Frühgeburten. Trotzdem raucht in Deutschland jede dritte Schwangere, in den USA sogar jede zweite.
Rauchen als Hauptursache für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs sowie chronisch obstruktive Bronchitis verursacht jährlich Kosten in Höhe von fast 30 Milliarden Euro nur für diese Erkrankungen. Die Kosten entstehen durch die Behandlung tabakbedingter Krankheiten, Rehabilitationsmaßnahmen, Medikamente sowie durch krankheitsbedingte Produktivitätsausfälle bei den jeweiligen Patienten. In dieser Rechnung sind nicht enthalten die Kosten, die durch Passivrauchen allein im Gesundheitsbereich entstehen oder zum Beispiel Kosten, die durch Brände mit Zigaretten entstehen.

 
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