Shisha rauchen

Im Orient gehört das Rauchen einer Shisha (Schischa) zur Tradition und ist ein bedeutsamer Teil der arabischen Kultur. In den letzten Jahren hat sich das Rauchen der Wasserpfeife, Shisha, auch in Deutschland etabliert. Vor allem in Städten gibt es ein vielfältiges Angebot an Shisha Bars und Shisha Restaurants, in denen die Wasserpfeife öffentlich konsumiert werden kann. Oftmals wird das Shisha rauchen als weitaus harmloseren Alternative zur Zigarette gesehen. Doch Experten geben zu bedenken, dass auch das Rauchen einer Wasserpfeife eine Gefahr für die Gesundheit darstellen können.

Shisha rauchen: Beliebt bei Jugendlichen

Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Shisha sehr beliebt. In geselliger Runde wird sich unter Freunden getroffen, zusammen raucht man dann die Wasserpfeife. Ihren Ursprung haben Wasserpfeifen aus dem Orient.

Eine Wasserpfeife besteht aus einem Glasbehälter, der mit Wasser gefüllt wird sowie einer Rauchsäule. Der sogenannte Tabakkopf wird mit speziellem Tabak gefüllt. Über einen langen Schlauch wird der Tabak dann über ein Mundstück eingeatmet. Der Tabak bei der Shisha ist mit fruchtigen Aromen zugesetzt, die den Tabak weitaus schmackhafter machen, als normalerweise üblich. Genau darin sehen jedoch Experten und Mediziner das Problem.

Einstiegsdroge Shisha

Denn gerade weil der inhalierte Tabak bei einer Shisha nicht bitter schmeckt, kann eine Wasserpfeife als sogenannte Einstiegsdroge dienen. Zudem der Tabakrauch einer Shisha im Gegensatz zum Rauch einer Zigarette süßlich riecht. Gesundheitliche Risiken einer Shisha werden durch den Geschmack und den Geruch weitestgehend unterschätzt.

So wissen auch viele Eltern nicht, dass Wasserpfeifen schädlich sein können. Doch genau wie bei Zigaretten können ebenso im Tabak einer Shisha gesundheitsgefährdende Substanzen wie etwa Niktoin, Kohlenmonoxid, Teer, Blei oder Nickel enthalten sein. Wer täglich eine Shisha raucht, weist einen Cotiningehalt im Urin auf, der etwa dem von 10 gerauchten Zigaretten entspricht.

Mangelnde Hygiene und Tabak als Risikofaktoren

Zudem ist es ein Irrtum, dass das vorhandene Wasser der Wasserpfeife den Tabak filtert und sozusagen säubert. Auch wenn der Rauch einer Shisha nicht wie bei einer Zigarette direkt inhaliert wird, gelangt doch eine erhöhte Menge Nikotin ins Blut. Nicht zu vergessen ist, dass gerade beim Shisha rauchen oft tiefer und intensiver inhaliert wird als beim Zug einer Zigarette.

Irreführend ist die Inhaltsangabe von 0% Teer auf den speziellen Shisha Tabaksorten. Doch Teer entsteht immer dann, wenn der Tabak erhitzt wird, was bei der Shisha der Fall ist. Übrigens birgt nicht nur der Tabak mit seinen Schadstoffen ein mögliches Risiko für die Gesundheit. Ebenso kann mangelnde Hygiene zu Infektionen wie Hepatitis oder Herpes führen. Denn wenn sich mehrere Menschen ein Mundstück beim Shisha rauchen teilen, können Speichelreste Krankheiten übertragen.

Suchtgefahr durch Rauchen der Wasserpfeife

Rauchen und Sucht stehen eng beieinander. Auslöser für die Sucht beim Rauchen ist das Nikotin. Und dieses ist eben auch bei einer Wasserpfeife vorhanden. Ob bei Zigaretten die Gefahr deutlich höher ist suchtkrank zu werden als beim Shisha rauchen oder umgekehrt, ist noch nicht auszureichend belegt. Fest steht jedoch, dass Shisha rauchen keinesfalls förderlich für die Gesundheit ist. Argumenten von Shisha Rauchern, dass das Konsumieren einer Wasserpfeife zur Entspannung von Geist und Körper führt, halten Mediziner dagegen, dass ein tatsächliche Stressabbau im Körper durch eine Shisha nicht nachgewiesen werden kann.

Derzeit wird noch intensiv rund um das Thema Shisha geforscht. Dennoch gibt es bereits aktuell verbindliche Fakten:

  • durch aromatisierten Tabak wird Shisha gerne als „schmackhafte“ Einstiegsdroge bezeichnet
  • deutliche höhere Nikotinkonzentration im Blut nachweisbar, als nach dem Rauchen einer Zigarette
  • Herz-Kreislauf-Kranke sollten auf das Shisha rauchen besser komplett verzichten
  • Shisha rauchen während der Schwangerschaft kann negative Folgen für die Gesundheit des ungeborenen Babys haben
  • erhöhtes Risiko von Infektionen wie zum Beispiel Herpes
  • Nikotin kann süchtig machen, unabhängig von der Form wie es konsumiert wird