Warnhinweise: Zigarettenschachteln

"Rauch enthält Benzol, Nitrosamine, Formaldehyd und Blausäure", "Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen" oder "Rauchen verursacht tödlichen Lungenkrebs". Mit solchen Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln versucht man seit dem 1. Oktober 2003 die Raucher bei ihrem schlechten Gewissen und ihrer Angst vor den möglicherweise tödlichen Folgen des Rauchens zu packen. An diesem Tag ist in Deutschland die Tabakprodukt-Verordnung in Kraft getreten. Diese lässt nur noch die Produktion von Zigarettenverpackungen zu, die auf der Vorderseite zu 30 Prozent und auf der Rückseite zu 40 Prozent mit Warnhinweisen vor dem Rauchen bedruckt sind. Noch deutlicher soll mit dieser Verordnung klar gemacht werden, welche Gefahren tatsächlich mit dem Rauchen verbunden sind: Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 140.000 Menschen an den Folgen ihres Zigarettenkonsums, die Hälfte von ihnen im mittleren Lebensalter. Unglaublich eigentlich: Rauchen verursacht mehr Todesfälle in Deutschland als Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen!

Motivation für bereits Ausstiegswillige

Die Warnschildchen verfehlen ihre Wirkung nicht und motiovieren Raucher zum Ausstieg. Besonders große Wirkung hinterlassen sie in der Gruppe, die über einen Rauchverzicht bereits nachdenkt: 26 Prozent geben an, dass sie als Folge der Warnungen noch stärker motiviert sind, jetzt bald mit dem Rauchen aufzuhören. Fast 15 Prozent haben ihren Zigarettenkonsum reduziert. Die Nachfrage nach telefonischer Beratung zum Nichtrauchen hat sich durch die Aufdrucke vervielfacht.

Telefonberatung

 Falls Sie mit dem Rauchen aufhören möchten und individuelle Beratung wünschen, wenden Sie sich bitte an:

  • Das Rauchertelefon des Deutschen Krebsforschungszentrums: Montags bis Freitags 15-19 Uhr, Tel.: 06221 - 42 42 00
  • Beratungstelefon zum Nichtrauchen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Tel.: 01805 - 31 31 31 (12 Cent/Minute). Beratung von Montag bis Donnerstag 10-22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10-18 Uhr
  • Raucher-Hotline für Krebspatienten: Diese Hotline ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Krebsforschungszentrums mit der Deutschen Krebshilfe. Montags bis Freitags 15-19 Uhr, Tel.: 06221 - 42 42 24
  • Schwangere und junge Eltern können sich wenden an: Info- und Beratungstelefon für die Prävention des Plötzlichen Säuglingstodes: Tel.: 0180 - 50 99 555 (12 Cent/Minute). Beratung Dienstag bis Donnerstag von 8-10 Uhr und Dienstag von 16-18 Uhr. Infotext und kostenloser Faxabruf rund um die Uhr.
  • Rauchertelefon des Instituts für Raucherberatung und Tabakentwöhnung: Tel.: 089 - 68 99 95 11 (Normaltarif für Ferngespräche). Beratung Montag, Dienstag, Donnerstag von 9.30 - 13.30 Uhr, Mittwoch von 15.30 - 19.30 Uhr.
  • Rauchertelefon des Instituts für Nikotinforschung und Raucherentwöhnung Erfurt: Tel.: 0361 - 645 08 16 (Normaltarif für Ferngespräche) Beratung von Montag bis Donnerstag von 7-16 Uhr, Freitag 7-12 Uhr.