Diagnose Kaufsucht - Massnahmen

Maßnahmen

Als ersten Schritt gegen die Kaufattacken empfiehlt Margraf die Rückgabe von Kredit- und Kundenkarten. In traditionellen Konsumzeiten wie der Vorweihnachtszeit oder dem Schlussverkauf sollten Kaufsuchtgefährdete Innenstädte und Einkaufszentren möglichst meiden.

"Häufig hilft es den Betroffenen auch, wenn sie all ihre Suchtgegenstände aus den Schränken und Lagern holen und eine komplette Liste von ihnen anfertigen, die sie stets bei sich tragen." Mit diesen Maßnahmen könne die Sucht zwar nicht therapiert, aber der Kaufrausch zumindest vorübergehend gemindert werden.

Im Kampf gegen die Sucht sollte man unbedingt professionelle Hilfe zurate ziehen, empfiehlt Margraf. "Der erste Schritt ist immer, sich die Sucht selbst einzugestehen." Am besten sollten Betroffene dann das Gespräch mit einer Vertrauensperson suchen und eine Therapie erwägen. Auch Selbsthilfegruppen sind wichtige Ansprechpartner.

"Für Kaufsüchtige ist wichtig, dass sie merken: Ich bin mit meinem Problem nicht allein. Es gibt andere, die stecken in der gleichen Situation", so Margraf. Auf der Suche nach Therapieangeboten rät Margraf, sich an seine Krankenkasse zu wenden.

 
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