Sport hilft dem Kopf

Regelmäßiger Ausdauersport beugt Kopfschmerzen vor: Die Empfehlung ist bestechend einfach: 30 Minuten Training an drei Tagen pro Woche. Regelmäßiger Ausdauersport kann helfen, Kopfschmerzen vorzubeugen. Gleichmäßiges Gehen, entspanntes Laufen, Radfahren oder Schwimmen können Migräneanfälle verhindern und sogar akute Spannungskopfschmerzen lindern.

Wissenschaftler überprüften in einer Studie die vorbeugende Wirkung von Ausdauersport bei Migräne. Erstaunliches Ergebnis: Bereits nach sechs Wochen ging es den Patienten deutlich besser – nur noch halb so viele Attacken und die Intensität der Schmerzen war deutlich gesunken.

"Gründe dafür sind eine verbesserte Durchblutung des Nervensystems, eine optimale Sauerstoffversorgung und die Aktivierung von körpereigenen Schmerzabwehrstoffen", erklärt Professor Hartmut Göbel, Ärztlicher Direktor der Schmerzklinik Kiel. "Gleichzeitig wird Stress abgebaut und die Patienten entspannen sich." Hilfreich sind dabei auch Entspannungsübungen oder Yoga.

 

Locker bleiben mit Sport

Einen heilsamen Effekt hat Bewegung nicht nur bei der Migräne-Vorbeugung, sondern auch bei Spannungskopfschmerzen. Hier wirkt das Training doppelt: Wer mit Sport einem verspannten Rücken oder Nacken zu Leibe rückt, tut auch der Psyche etwas Gutes: "Die Bewegung reduziert muskulären Stress durch einseitige Belastungen, lockert den Bewegungsapparat und entspannt.

Gleichzeitig lenkt Sport vom Alltag ab und hilft psychischen Stress abzubauen. Die körpereigenen Schmerzabwehrsysteme werden aktiviert und gestärkt", erläutert Prof. Göbel. Neben den sportlichen Klassikern wie Laufen oder Radeln empfiehlt der Experte daher auch bei Spannungskopfschmerz gezielte Bewegungsübungen und Entspannungstrainings.

 

Abschied von der Bettruhe

Wer krank ist, braucht Ruhe – die moderne Forschung widerlegt diesen Glaubenssatz immer häufiger. Statt ihre Patienten ins Bett zu schicken, empfehlen viele Ärzte bei bestimmten Diagnosen heute lieber einen Spaziergang oder regelmäßige leichte Bewegung. Ergänzend oder anstelle von Medikamenten wirkt ein sanftes Training nicht nur vorbeugend, sondern häufig auch heilend.

Dabei kommt es auf das richtige Timing an: Wer gerade unter einer akuten Migräneattacke leidet, sollte Sport vermeiden, da jede Bewegung den Schmerz noch verstärkt. Ist das Sportprogramm dagegen fester Bestandteil des Alltags, kann es langfristig vor weiteren Attacken schützen.

 
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