Migräne in der Schwangerschaft

Frauen leiden besonders häufig unter Migräne. Der oft pulsierende Kopfschmerz kann mit Übelkeit sowie Erbrechen einhergehen und plagt Frauen vor allem während der Menstruation. In der Schwangerschaft verbessern sich bei 70 bis 80 Prozent der Frauen solche Migräne-Attacken oder bleiben sogar ganz aus. Experten vermuten, dass Ursachen dafür in der hohen Konzentration an weiblichen Hormonen im Blut sind. Denn nach der Geburt und mit dem Abfall von Östrogenen und Progesteron kehrt die Migräne bei Frauen oftmals zurück. Dennoch leiden manche Frauen auch während einer Schwangerschaft unter Migräne.
Behandlung von Migräne in der Schwangerschaft
In einer Schwangerschaft ist es relativ schwierig, Migräne wirksam zu behandeln. Medikamente sollten möglichst nicht zum Einsatz kommen, da diese die Schwangerschaft gefährden könnten. Dies ist vor allem während den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft zu beachten, da die Entwicklung des Fötus in dieser Phase schnell gestört werden kann und das Risiko für eine Schädigung des Kindes oder eine Fehlgeburt steigt. Der Schwerpunkt liegt darum auf einer Behandlung ohne Medikamente. Ruhe, aber auch Entspannung sind darum sehr wichtig. Akupunktur, sanfte Massagen, Lymphdrainagen und psychologische Entspannungstechniken helfen, Symptome von Migräne (z.B. Kopfschmerzen) zu lindern. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat kann Frauen Paracetamol bei starken Schmerzen helfen. Über den Einsatz weiterer Wirkstoffe herrscht in Fachkreisen Uneinigkeit bezüglich Wirksamkeit sowie Gefahr für den Fötus. Grundsätzlich sollte ein Einsatz von Medikamenten während einer Schwangerschaft mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Migräne: Prophylaxe für schwangere Frauen
Zur Prophylaxe kann sich Magnesium eignen, da dieser Mineralstoff krampflösend wirkt sowie generell empfohlen wird, um etwa frühzeitige Wehen zu verhindern. Auch Vitamin B2 kann Frauen helfen. Sinnvoll ist es außerdem, unter Umständen vorhandene Ursachen für Migräne-Attacken zu identifizieren und gegebenenfalls auszuschalten. Oft tragen bestimmte Lebensmittel dazu bei, dass Migräne auftritt. Dies ist individuell unterschiedlich, so dass es ratsam ist, seine Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen. Neben Schokolade stehen manche Käsesorten im Verdacht, Migräne zu verstärken. Oftmals verbessert sich Migräne auch deswegen, weil sich Frauen in einer Schwangerschaft grundsätzlich gesünder ernähren sowie weniger Stress ausgesetzt sind.
Autor/Quelle: Astrid Zehbe
