Heilpflanzenlexikon A-Z
Ginkgo - Wichtige Hinweise!
Ginkgo
Pflanze: Ginkgo biloba L.
Familie: Ginkgoaceae
Hinweise:
Vereinzelt kann es kann es zu Unverträglichkeits-reaktionen im Verdauungstrakt, wie Ubelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und/oder Durchfällen kommen.
Selten können Fieber und/oder Kopfschmerzen auftreten.
Nicht anwenden bei Uberempfindlichkeit gegenüber Ginkgo!
Gingko steht im Verdacht, schwerwiegende allergisch bedingte Hautreaktionen, wie Stevens-Johnson-Syndrom, epidermale Nekrolyse, Angioödem und Erythema exsudativum multiforme, auslösen zu können. Werden Hautreaktionen, wie z.B. Schwellungen im Gesicht, Hautausschläge oder blasige Ausschläge auf den Schleimhäuten, u.U. begleitet von Fieber beobachtet, ist das Präparat sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen.
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!
Da keine Daten bei Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte Ginkgo nicht in Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden.
Nicht ohne ärztlichen Rat anwenden bei Personen, die Arzneimittel einnehmen, die die Blutgerinnung hemmen!
(z.B. Acetylsalicylsäure, Marcumar, Clopidogrel, Pentoxifyllin)
Da auch Ginkgo die Blutgerinnung hemmen kann, ist besondere Vorsicht für die Personen angebracht, die gerinnungshemmende Mittel einnehmen müssen. Dies sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt geschehen.
Es ist auch empfehlenswert, Ginkgopräparate mindestens eine Woche vor geplanten Operationen abzusetzen und den Arzt zu informieren.
Nicht ohne ärztlichen Rat anwenden bei Krampfleiden (Epilepsie) oder wenn Medikamente eingenommen werden, die die Krampfschwelle erniedrigen! (z.B. Antidepressiva)
Möglicherweise kann die Einnahme das Auftreten von Krampfanfällen begünstigen.
Nicht ohne ärztlichen Rat bei Diabetes (Zuckerkrankheit) anwenden!
Ginkgoextrakte können möglicherweise Effekte hervorrufen, die einer Insulinresistenz gleichen. Daher sollten Diabetiker Ginkgopräparate nur unter ärztlicher Kontrolle verwenden.
Bevor mit einer Behandlung begonnen wird, sollte abgeklärt werden, ob die Störungen nicht Grunderkrankungen zuzuordnen sind!
Anwendungsdauer:
Die Behandlung von Hirnleistungsstörungen und arteriellen Durchblutungsstörungen sollte min. 6 bis 8 Wochen betragen. Bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen des Innenohrs dagegen bringt eine Anwendungsdauer über 6 bis 8 Wochen hinaus keine Vorteile.



