Heilpflanzenlexikon A-Z

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Löwenzahn

Löwenzahn ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel heimisch, in Südamerika wurde die Pflanze eingebürgert. Mittlerweile ist Löwenzahn weltweit als Unkraut verbreitet und wird als Salatpflanze angebaut. Das Drogenmaterial stammt vorwiegend aus Wildvorkommen und Kulturen in Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Polen und dem ehemaligen Jugoslawien. In der Pflanzenheilkunde werden die vor der Blüte geernteten frischen oder getrockneten Wurzeln oder Blätter bzw. beides zusammen (Taraxaci radix cum herba) verwendet. In Europa isst man die jüngeren Blätter häufig im Frühling als Salat. Die im Herbst gesammelten und getrockneten Wurzeln können auch als Kaffee-Ersatz verwendet werden.

Löwenzahn Merkmale

Löwenzahn ist eine kleine, mehrjährige Rosettenpflanze mit kräftiger Pfahlwurzel, die gezähnte, tief eingeschnittene, grundständige Blätter trägt. Die nur aus gelben Zungenblüten bestehenden Blütenköpfchen stehen einzeln auf hohlen Stängeln. Die Pflanze wächst bevorzugt auf Wiesen und an Wegrändern und vermehrt sich, indem die braunen Früchte mithilfe einer Art Fallschirm vom Wind verteilt werden. Bei Verletzung tritt aus allen Pflanzenteilen der bittere Milchsaft aus. Die englische Bezeichnung der Pflanze „dandelion“ ist dem französischen „dent de lion“, zu deutsch Löwenzahn, entlehnt. Der Name weist auf die scharfen Zähne der Blätter hin. Bestandteil der Droge sind in der Regel dunkelbraune bis schwärzliche Wurzelstücke, die im Querschnitt ihre breite, weißlich-graue Rinde mit mehreren Milchsaftröhren zeigen. Ferner kommen in der Droge unbehaarte oder auch behaarte Blattfragmente, rotviolette Teile von Blattstielen, Knospen und einzelne gelbe Zungenblüten vor. Löwenzahn verströmt einen schwachen, eigenartigen Geruch. Der Geschmack von Löwenzahn ist etwas bitter.

 
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