Rochelexikon A-Z
Antithrombin III
AT III
Syn.: „Progressiv-AT“
Ein-Ketten-Protein (425 Aminosäuren; MG ca. 65 000) der α2-Fraktion der Globuline; enthält als Kohlenhydrate - glykosidisch über Asparaginsäure gebunden - Galaktose, Mannose, N-Acetylglucosamin u. Sialinsäure. Physiol.: ein Proteaseninhibitor, der in der Leber sowie in Gefäßendothelzellen gebildet wird; hemmt alle im Ablauf der Blutgerinnung beteiligten Proteasen (Plasmakallikrein, die Faktoren XII a, XI a, IX a u. X a sowie - zunehmend - Thrombin [Faktor II a]); seine HWZ beträgt 2-3 Tage; die Konzentration im Blut ist weitgehend konstant. Bindet Heparin (Grundlage für den Nachweis von AT III mittels Affinitätschromatographie); seine Wirksamkeit wird durch Heparin verstärkt
(Heparin ist bei Fehlen von AT III unwirksam). Mangel kommt vor als erbliche AT-III-Dysproteinämie, ferner bei Leberzirrhose, u. hat vermehrte Gerinnungsneigung (thromboembolische Komplikation) zur Folge; völliger Mangel mit dem Leben unvereinbar.
Faktor; Heparin; Heparinkofaktor 1)
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