Rochelexikon A-Z
Desoxyribonucleinsäure
Desoxyribonucleinsäure

|
Stadiengruppierung |
||||
|---|---|---|---|---|
|
Stadium 0 |
Tis |
N0 |
M0 |
|
|
Stadium I |
T1 |
N0 |
M0 |
Dukes A Tumorwachstum auf Darmwand beschränkt, Infiltration maximal bis in Muscularis propria, keine Lymphknoten befallen |
|
T2 |
N0 |
M0 |
||
|
Stadium II |
T3 |
N0 |
M0 |
Dukes B1 Tumorwachstum über die Muscularis propria hinaus, keine Lymphknoten befallen |
|
T4 |
N0 |
M0 |
Dukes B2 Invasion der Serosa oder des perikolischen Fettgewebes, keine Lymphknoten befallen |
|
|
Stadium III |
jedes T |
N1 |
M0 |
Dukes C Lymphknotenbefall (bei Tumorausbreitung A oder B) |
|
jedes T |
N2, N3 |
M0 |
||
|
Stadium IV |
jedes T |
jedes N |
M1 |
Dukes D Fernmetastasen |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: Classen/Diehl/Kochsiek: Innere Medizin; 3. Aufl.; München 1994
Des|oxy|ribo|nuclein|säure
Syn.: Thymonucleinsäure; DNS (Abk.)
deoxyribonucleic acid; DNA (Abk.)
ein Grundtyp der Nucleinsäuren mit der allgemeinen Zusammensetzung (Base-[2-Desoxyribose]-Phosphorsäure)n. Polynucleotid aus zahlreichen Mononucleotiden (Nucleotid), die jeweils durch 3',5'-Desoxyribosephosphorsäurediester-Brücken miteinander verbunden sind (Formel). Enthält die Basen Adenin, Thymin, Guanin u. Cytosin u. kommt in allen chromosomenhaltigen Zellen vor, zumeist an Eiweiß gebunden („Desoxyribonucleoproteid“). Das Molekül besteht aus zwei zu einer Doppelhelix (Watson-
class="epo">Crick-Modell; s.a. Nucleosom, Superschraube) verdrillten Polynucleotidketten, die durch Wasserstoff-Brücken verbunden sind. Die Polynucleotidketten haben bezüglich der Basen eine komplementäre Struktur (Basenpaarung); hierbei bestimmt die Basenfolge (Sequenz) der einen Kette die Basensequenz der anderen. Die Sequenz ist wirksam als genetischer Code (Codon) für die Eiweißbiosynthese (für Struktur- und Enzymproteine) und damit funktionell für die Erbmerkmale (s.a. Gen, Transkription,
href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/transformation-1">Transformation, Transduktion). In Mitochondrien u. Bakterien kommt auch eine Ringform vor. In geschädigten oder abgestorbenen Zellen erfolgt der DNS-Abbau enzymatisch durch Nucleasen (Desoxyribonucleasen). Geschädigte DNS kann durch zelleigene Enzymsysteme repariert werden: Defektentfernung durch Nucleasen, Neusynthese des Segmentes durch DNS-Polymerase u. dessen Einbau durch Ligase. Der Nachweis von DNS erfolgt z.B. histol. durch Feulgen-Nuklealfärbung (rot/rotviolett), mit Methylgrün-Pyronin nach Ribonuclease-Einwirkung
(Abwandlung der Pappenheim-Färbung) sowie absorptionsspektrographisch.
Adenin; Codon; Cytosin; Desoxyribonuclease, neutrale; DNA; DNS; DNS-Polymerase; ds; Eiweißbiosynthese; Endonuclease; Exonuclease; Feulgen-Nuklealreaktion; Gen; Genmutation; href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/guanin">Guanin; Histone; Ligase; Lupus erythematodes; mitochondriale DNS; Nuclease; Nucleinsäure; Nucleosom; Nucleotid; Pappenheim-Färbung; Restriktionsenzyme; Superschraube; Thymin; Transduktion 1); href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/transformation-1">Transformation 1); Transkription; Watson-Crick-Modell; Z-DNS; Zellkern
Hybrid von DNS-Molekülen verschiedener Herkunft... (mehr)
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