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Enzym

Enzym

Syn.: Ferment

enzyme

Etymol.: griech. en zyme = in der Hefe

Abbildung

für den Stoffwechsel aller Organismen (s.a. Bakterienenzyme) unentbehrliche Eiweißkörper, die als Biokatalysatoren die biochemischen Vorgänge durch Senkung der notwendigen Aktivierungsenergie ermöglichen, sie beschleunigen u. in eine gewünschte Richtung ablaufen lassen, ohne selbst verändert zu werden. Durch ihre Eiweißstruktur sind sie befähigt, den Stoff, dessen Reaktion sie steuern sollen, zu erkennen (Substratspezifität), und ermöglichen so die Vielfalt gleichzeitiger Stoffwechselvorgänge. Enzymregulation: Die Eiweißbiosynthese der E. kann dem Bedarf angepasst werden ( href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/enzyminduktion">Enzyminduktion, Enzymrepression, s.a. Jacob-Monod-Modell, s.a. Enzymhemmung) u. ist organabhängig unterschiedlich (s.u. Enzymdiagnostik; s.a. Isoenzyme, Makroenzyme) sowie individuell verschieden (s.u. Enzympolymorphismus). Coenzyme u. Effektoren: Manche E. benötigen für ihre Wirkung niedermolekulare Stoffe (Cofaktoren, z.B. Metallionen), prosthetische Gruppen oder href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/coenzym">Coenzyme (entsprechend wird das vollständige E. als Holoenzym, der Eiweißbestandteil als Apoenzym bezeichnet) oder aber den räumlichen Zusammenhang mit anderen E. (Multienzymkomplex). E. können im Körper entsprechend ihrer Funktion an Strukturen gebunden sein (Zell- u. Zellkernenzyme, Mitochondrienenzyme; auch an der Zellmembran usw.) oder frei in Körperflüssigkeiten vorliegen (z.B. Exkretions-, Serum-, Verdauungsenzyme). Terminologie: E. werden meist nach der von ihnen katalysierten Reaktion oder nach dem spezifischen Substrat benannt
unter Zusatz der Endung „-ase“. Nach internationalen Empfehlungen werden sie in sechs Hauptgruppen eingeteilt: 1. Oxidoreductasen, 2. Transferasen, 3. Hydrolasen, 4. Lyasen, 5. Isomerasen u. 6. Ligasen, wobei jedes Enzym entsprechend eine durch Punkte in Untergruppen eingeteilte EC-Nummer (= Enzyme Commission) erhält, z.B. 1.1.1.27 = Lactatdehydrogenase. Ferner existieren weiterhin historische Bezeichnungen (z.B. Trypsin). labor E. dienen häufig der Diagn. u. Verlaufkontrolle von Krankheiten. S.a. href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/suche/Enzym">Enzym(o)...

Apoenzym; Bakterienenzyme; Coenzym; Dysenzymie; Eiweiß; Eiweißbiosynthese; Eiweißstruktur; Enzymdiagnostik; Enzymhemmung; Enzym-Immunoassay; Enzyminduktion; Enzymogen; Enzympolymorphismus; Enzymrepression; href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/esterasen">Esterasen; Exkretionsenzyme; Ferment; Holoenzym; Hydrolasen; Isoenzyme; Isomerasen; Jacob-Monod-Modell; Katalysator; Ligase; Lyase; Makroenzyme; Oxido-reductasen; prosthetische Gruppe; href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/serumenzyme">Serumenzyme; Stoffwechsel; Substrat; Transferasen; Verdauungsenzyme; Zellenzyme; Zellkernenzyme


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