Rochelexikon A-Z
Erythrozytenmembran
Erythrozyten|membran
erythrocyte membrane
die Zellmembran der Erythrozyten; besteht aus Lipiden (Neutrallipide, v.a. Cholesterin, Phospholipide, Sphingolipide, Glykolipide) u. Proteinen, die z.T. mit ihrem hydrophoben Teil von innen oder außen in der Lipidmembran stecken oder - bei hydrophobem Mittelteil - beidseitig aus dieser herausragen; ein Teil der Proteine ist kontraktil (Spectrine, Actin, Glykophorin), bestimmt die Flexibilität mit; verschiedene Glyko-Sphingolipide bzw. Glykoproteine bestimmen die Spezifität der Blutgruppen. Außerdem enthält die Membran - wie auch das Zellinnere - locker u. fest gebundene, z.T. in Membrankrypten verborgene („maskierte“) Enzyme. Die typische, jedoch in sich bewegliche Form der
Erythrozyten (s.a. Erythrozytenflexibilität) wird wahrscheinlich durch Spectrin, Glykophorin u. Actin gehalten. Die Oberflächenladung ist negativ, v.a. durch Neuraminsäurereste. Durch Ionenpumpen werden aktiv Kaliumionen nach innen u. Natriumionen nach außen transportiert.
Blutgruppen; Erythrozytenanomalie; Erythrozytenflexibilität; Glykophorin; Glykoproteine; Zellmembran
Roche Lexikon Medizin
Eine Suche ist möglich nach
- Fachwörtern (auch englischen)
- Anfangsbuchstaben, z.B. Suche nach Wörtern, die mit He beginnen
- Wortteilen: diese können durch den Stern (*) ersetzt werden, der für alle möglichen Zeichen steht (z.B. A*itis, *syndrom)
Roche Lexicon - ein Service von Urban & Fischer/Reed Elsevier
Das Roche Lexikon Medizin gibt es auch als Buch, CD-Rom, Kombiausgabe und mit Rechtschreibprüfung.
