Rochelexikon A-Z
Glomerulonephritis
Glomerulonephritis

|
Defekte der B-Zell-Reihe |
|---|
|
kongenitale geschlechtsgebundene Agammaglobulinämie (Typ Bruton) |
|
Defekte der T-Zell-Reihe |
|
Di-George-Syndrom |
|
kombinierte T-B-Zell-Defekte |
|
retikuläre Dysgenesie |
|
Phagozytosestörungen |
|
progressive septische Granulomatose |
|
Komplementdefekte |
|
C1q-Defekt |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: M.H. Weber in Klinik der Gegenwart, Bd. 3; München 1982
Glomerulonephritis

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Defekte der B-Zell-Reihe |
|---|
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kongenitale geschlechtsgebundene Agammaglobulinämie (Typ Bruton) |
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Defekte der T-Zell-Reihe |
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Di-George-Syndrom |
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kombinierte T-B-Zell-Defekte |
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retikuläre Dysgenesie |
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Phagozytosestörungen |
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progressive septische Granulomatose |
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Komplementdefekte |
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C1q-Defekt |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: Böcker/Denk/Heitz: Pathologie; München 1997
Glomerulonephritis
|
Typ |
Ursache |
Befund |
Prognose |
|---|---|---|---|
|
Minimal-Change-Nephritis |
vermutlich durch T-Zellen vermittelt |
nephrotisches Syndrom |
meist spontane Heilung; sonst Behandlung mit Kortikoiden |
|
membranöse Glomerulonephritis (perimembranöse Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut (z.B. bei Medikamenten, Viren, Tumoren u.a.) |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
insg. sehr gut, wenn medik. Ther. frühzeitig begonnen |
|
membranoproliferative Glomerulonephritis (mesangiokapilläre Glomerulonephritis) |
Typ I: im Blut zirkulierende Immunkomplexe Typ II: Autoantikörper gegen Komplement-Konvertase |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
mehr als die Hälfte der Betroffenen entwickelt nach 5 Jahren ein dialysepflichtiges Nierenversagen |
|
endokapilläre Glomerulonephritis (exsudativ-proliferative, postinfektiöse Glomerulonephritis) |
meist im Anschluss an Streptokokkeninfektion |
akut auftretende Hämaturie, Proteinurie |
insgesamt sehr gut, 80% heilen ohne Folgen aus; sonst Übergang in mesangioproliferative Glomerulonephritis mit Nierenversagen |
|
mesangioproliferative Glomerulonephritis |
Folge der endokapillären Glomerulonephritis, begleitend bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
gut, selten Übergang in chronisches Nierenversagen |
|
extrakapilläre Glomerulonephritis (diffuse Halbmond- Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut oder Autoantikörper gegen die Basalmembran der Glomeruli; häufig bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
rasch fortschreitend, nach wenigen Monaten dialysepflichtiges Nierenversagen |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: Böcker/Denk/Heitz: Pathologie; München 1997
Glomerulonephritis
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Typ |
Ursache |
Befund |
Prognose |
|---|---|---|---|
|
Minimal-Change-Nephritis |
vermutlich durch T-Zellen vermittelt |
nephrotisches Syndrom |
meist spontane Heilung; sonst Behandlung mit Kortikoiden |
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membranöse Glomerulonephritis (perimembranöse Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut (z.B. bei Medikamenten, Viren, Tumoren u.a.) |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
insg. sehr gut, wenn medik. Ther. frühzeitig begonnen |
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membranoproliferative Glomerulonephritis (mesangiokapilläre Glomerulonephritis) |
Typ I: im Blut zirkulierende Immunkomplexe Typ II: Autoantikörper gegen Komplement-Konvertase |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
mehr als die Hälfte der Betroffenen entwickelt nach 5 Jahren ein dialysepflichtiges Nierenversagen |
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endokapilläre Glomerulonephritis (exsudativ-proliferative, postinfektiöse Glomerulonephritis) |
meist im Anschluss an Streptokokkeninfektion |
akut auftretende Hämaturie, Proteinurie |
insgesamt sehr gut, 80% heilen ohne Folgen aus; sonst Übergang in mesangioproliferative Glomerulonephritis mit Nierenversagen |
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mesangioproliferative Glomerulonephritis |
Folge der endokapillären Glomerulonephritis, begleitend bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
gut, selten Übergang in chronisches Nierenversagen |
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extrakapilläre Glomerulonephritis (diffuse Halbmond- Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut oder Autoantikörper gegen die Basalmembran der Glomeruli; häufig bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
rasch fortschreitend, nach wenigen Monaten dialysepflichtiges Nierenversagen |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: Böcker/Denk/Heitz: Pathologie; München 1997
Glomerulonephritis

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Typ |
Ursache |
Befund |
Prognose |
|---|---|---|---|
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Minimal-Change-Nephritis |
vermutlich durch T-Zellen vermittelt |
nephrotisches Syndrom |
meist spontane Heilung; sonst Behandlung mit Kortikoiden |
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membranöse Glomerulonephritis (perimembranöse Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut (z.B. bei Medikamenten, Viren, Tumoren u.a.) |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
insg. sehr gut, wenn medik. Ther. frühzeitig begonnen |
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membranoproliferative Glomerulonephritis (mesangiokapilläre Glomerulonephritis) |
Typ I: im Blut zirkulierende Immunkomplexe Typ II: Autoantikörper gegen Komplement-Konvertase |
nephrotisches Syndrom, evtl. Hämaturie |
mehr als die Hälfte der Betroffenen entwickelt nach 5 Jahren ein dialysepflichtiges Nierenversagen |
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endokapilläre Glomerulonephritis (exsudativ-proliferative, postinfektiöse Glomerulonephritis) |
meist im Anschluss an Streptokokkeninfektion |
akut auftretende Hämaturie, Proteinurie |
insgesamt sehr gut, 80% heilen ohne Folgen aus; sonst Übergang in mesangioproliferative Glomerulonephritis mit Nierenversagen |
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mesangioproliferative Glomerulonephritis |
Folge der endokapillären Glomerulonephritis, begleitend bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
gut, selten Übergang in chronisches Nierenversagen |
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extrakapilläre Glomerulonephritis (diffuse Halbmond- Glomerulonephritis) |
Immunkomplexe im Blut oder Autoantikörper gegen die Basalmembran der Glomeruli; häufig bei Systemerkrankungen |
Hämaturie, Proteinurie |
rasch fortschreitend, nach wenigen Monaten dialysepflichtiges Nierenversagen |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: M.H. Weber in Klinik der Gegenwart, Bd. 3; München 1982
Glomerulo|nephritis
Syn.: GN (Abk.)
glomerulonephritis
beidseitige entzündliche Nierenerkrankung, die zunächst diffus oder herdförmig an den Nierenkörperchen (Glomeruli) abläuft. Sie führt dort zu einer Schädigung der Filtermembran mit Protein- u. Hämaturie. Eine G. kann kurz u. heftig (akute G.), rasch fortschreitend (rapid progressive G.) oder langsam bzw. schleichend (chronische G.) verlaufen und ist nach der Pyelonephritis zweithäufigste Ursache der chron. Niereninsuffizienz. Ätiol. u. Klassifik.: Die Vorgänge im Einzelnen sind bei den meisten G. nicht geklärt, bekannt sind jedoch verschiedene zugrunde liegende Mechanismen, bei denen immer das Immunsystem beteiligt ist. a) Die
weitaus größte Gruppe ist dadurch gekennzeichnet, dass sich Immunkomplexe bilden, die an den Glomeruli Entzündungsreaktionen verursachen. Diese Antigen-Antikörper-Komplexe können als Folge anderer Krankheiten (z.B. Streptokokkeninfekt, Lupus erythematodes, Periarteriitis nodosa, Purpura rheumatica) durch gegen Bakterienantigene gebildete Antikörper entstehen, im Blut zirkulieren u. sich an den Nierenkörperchen ablagern. Dort setzen sie eine Reihe schädigender Mechanismen (s. Schema) in Gang. Sie können in Gewebsproben (nach Nierenbiopsie) durch Immunfluoreszenz an der Basalmembran als körnchenförmige Ablagerungen von Immunglobulinen u. Komplementfaktoren nachgewiesen werden (Immunkomplex-Typ der G. b) Seltener (ca. 5%) wird eine G. durch Autoantikörper gegen die Basalmembran des Glomerulus
verursacht, die sich streng linear an die Membran binden u. zu deren Schädigung führen (Anti-Basalmembran-Antikörper-Nephritis sowie Anti-GBM-Nephritis; auch isoliert als rasch fortschreitende extrakapilläre Glomerulonephritis). c) Weitere Formen der Glomerulonephritis werden über aktivierte T-Zellen oder Komplement verursacht. Es existiert eine Vielzahl verschiedener G., die sich diesen Mechanismen unterordnen lassen, aber im Einzelnen sehr unterschiedlich verlaufen, unterschiedliche mikroskopisch sichtbare Veränderungen zeigen, verschieden behandelt werden u. sich hinsichtlich der Progn. unterscheiden (s. Tab., Abb.). Auf der anderen Seite kann eine G. vorwiegend als
Nierenerkrankung (primäre G.) oder als sekundäre G. begleitend bei Systemerkrankungen (z.B. Kollagenose, Goodpasture-Syndrom, Alport-Syndrom) ablaufen, wobei wiederum das breite Spektrum der Verlaufsformen abgedeckt werden kann. Klinik: häufig keine subjektiven Beschwerden. Auftreten können Proteinurie, Hämaturie, Ausscheidung von Harnzylindern, Oligurie, Hypertonie, Ödeme, Nierenschmerzen, evtl. nephrotisches Syndrom. Ther.: abhängig vom Typ der G. Behandlung der Grunderkrankung, daneben evtl. Antihypertonika, Kortikoide, Immunsuppressiva. Bei Niereninsuffizienz
href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/nierenersatzverfahren">Nierenersatzverfahren.
glomeruläre Minimalveränderungen; Glomerulitis; Glomerulopathie; GN; Herdnephritis (glomeruläre) 1): Herdglomerulitis; Immunkomplexe 2): lösliche IK; Löhlein-Herdnephritis; Lupusnephritis; Masugi-Nephritis; Nephritis; Nephritis, anti-GBM; nephritisches Syndrom; href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/nephrotisches-syndrom">nephrotisches Syndrom; Nephrotoxin 1); Nierenantikörper; Nierenentzündung; Nierenersatzverfahren; Niereninsuffizienz; Ödem, renales
G. mit kurzer Anamnese u. heftigem Verlauf, meist als G., endokapilläre... (mehr)
Latenzstadium einer G. Führt langsam zu Niereninsuffizienz u. doppelseitiger... (mehr)
G., diffuse endokapillär-proliferative
histologisch definierte Glomerulonephritisform mit Mesangiumzellproliferation... (mehr)
histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch extrakapilläre... (mehr)
G., diffuse membranoproliferative
histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch Kapillarwandverdickung... (mehr)
histologisch definierte Glomerulonephritisform, gekennzeichnet durch ausgedehnte... (mehr)
Glomerulonephritis mit typischem Befund nach Streptokokkeninfektion... (mehr)
G., rapid progressive... (mehr)
G., fokal-segmental sklerosierende
zur Glomerulosklerose führende Glomerulonephritis mit fokalem Befall einzelner... (mehr)
akute G. mit Hämaturie, meist ohne Proteinurie u. Hypertonie... (mehr)
Form der G. ohne bestimmte morphologische Ausprägung, die sich durch besondere... (mehr)
Sonderform der mesangialen G. Immunhistologisch nachgewiesene IgA-Ablagerungen... (mehr)
typische Form der G. vom Immunkomplex-Typ mit Verdickung der Basalmembran... (mehr)
G. mit Bildung einer Membran zwischen Endothel u. unveränderter Basalmembran... (mehr)
G. mit Proliferation der Mesangiumzellen... (mehr)
G., minimal proliferierende interkapilläre
glomeruläre Minimalveränderungen... (mehr)
G. membranöse... (mehr)
Glomerulonephritisform mit etwa 1-3 Wochen nach Abklingen einer Streptokokken-Angina... (mehr)
Sammelbez... (mehr)
G. mit Entwicklung einer Niereninsuffizienz innerhalb weniger Wochen (bis... (mehr)
Wiederauftreten einer G. in der transplantierten Niere, wenn der Empfänger... (mehr)
zur Glomerulosklerose führende G. (mehr)
Löhlein-Herdnephritis... (mehr)
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