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Hämophilie
Hämophilie

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1. |
der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod an a) Botulismus, b) Cholera, c) Diphtherie, d) humaner spongiformer Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer Formen, e) akuter Virushepatitis, f) enteropathischem hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS), g) virusbedingtem hämorrhagischem Fieber, h) Masern, i) Meningokokken-Meningitis oder -Sepsis, j) Milzbrand, k) Poliomyelitis (als Verdacht gilt jede schlaffe Lähmung, außer traumatisch bedingter), l) Pest, m) Tollwut, n) Typhus abdominalis/Paratyphus sowie die Erkrankung u. der Tod an einer behandlungsbedürftigen Tuberkulose, auch wenn ein bakteriologischer Nachweis nicht vorliegt |
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2. |
der Verdacht auf u. die Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis, wenn a) eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Sinne des § 42 Abs. 1 ausübt (dort sind Tätigkeits- u. Beschäftigungsverbote für Personen, die z.B. Lebensmittel herstellen, behandeln oder vertreiben oder in Küchen beschäftigt sind genannt), b) zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird |
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3. |
der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung |
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4. |
die Verletzung eines Menschen durch ein tollwutkrankes, -verdächtiges oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie die Berührung eines solchen Tieres oder Tierkörpers |
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5. |
soweit nicht nach den Nummern 1–4 meldepflichtig, das Auftreten a) einer bedrohlichen Krankheit oder b) von zwei oder mehr gleichartigen Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht in § 7 (meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern) genannt sind |
© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: Leiber/Olbrich: Die klinischen Syndrome, 5. Aufl.; München 1972
Hämo|philie
hemophilia (e.g. A = classical; B, C = factor XI deficiency; vascular)
die Bluterkrankheit. In zwei Formen vorkommender, X-chromosomal-rezessiv erblicher (durch heterozygote Frauen als Konduktorinnen übertragener), sporadischer Gerinnungsdefekt i.S. einer hämorrhagischen Diathese verschiedenen Schweregrades. Die Blutgerinnungsstörung beruht meist auf Minderaktivität der Faktoren VIII (Hämophilie A) bzw. IX (Hämophilie B). Sehr selten wurde gleichzeitiges Auftreten von Hämophilie A u. Hämophilie B beschrieben (s.a. Schema). Hierbei ist bei normaler primärer Blutungszeit die Vorphase der Blutgerinnung, d.h. die Bildung der „Blutthrombokinase“, gestört (s.a. Intrinsic-Gerinnungssystem), während die Bildung der
„Gewebsthrombokinase“ (s.a. Extrinsic-Gerinnungssystem) intakt ist; s.a. Immunhemmkörperhämophilie.
antihämophiles Globulin; Bluter; Blutgerinnung; Clot-Resistance-Test; Extrinsic-System; Faktor; Haemarthros; hämophil; Hageman-Syndrom; Hypo(pro)convertinämie; Immunhemmkörperhämophilie; Intrinsic(-Gerinnungs)-System; Koagulopathie; href="http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/rosenthal-krankheit">Rosenthal-Krankheit; Subhämophilie
die frühzeitig, z.T... (mehr)
eine H. aufgrund einer Faktor-IX-Verminderung... (mehr)
das inkorrekt als H. bezeichnete PTA-Mangel-Syndrom, Rosenthal-Krankheit... (mehr)
eine inkorrekt als H. bezeichnete hämorrhagische Diathese bei Calciummangel... (mehr)
die Angiohämophilie, Willebrand-Jürgens-Syndrom... (mehr)
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