Rochelexikon A-Z
Harnkonkrement
Harn|kon|krement
Syn.: Harnstein
urinary calculus
steinartiges Gebilde (Konkrement) in den ableitenden Harnwegen oder - selten - innerhalb der Niere; s.a. Uro-, Nephrolithiasis. Als primäres H. primär stoffwechselbedingt (= metabolischer oder „Kernstein“; z.B. als Urat-, Oxalat-, Cystin-, Xanthin-, Creatinstein); als sekundäres H. ein v.a. infektiös bzw. adsorptiv bedingtes, z.B. als Phosphat-, Calciumcarbonatstein; als gemischtes H. der Schicht- bzw. Schalenstein (z.B. Gallenpigmentstein); ferner - inkrustationsbedingt - z.B. der Fremdkörper-, Eiweißstein. Die Bildung wird ausgelöst durch Ausscheidung von Harnmukoiden unklaren Ursprungs, durch Mangel an harnsteinstabilisierenden Harnkolloiden bei Übersättigung des Harns mit relativ schwer löslichen, kristallisationsfähigen Substanzen, wobei als Kondensationskern Harnkristalle auftreten (v.a. Urate, Oxalate, Calciumsalze; Cystin, Tyrosin, Leucin), ferner Zelldetritus; begünstigend wirken u.a. chronische Infektionen des Harntraktes, Harnverhaltung, Fehlernährung, insbes. bei entsprechender Stoffwechselstörung. S.a. Harnsteinauflösung, Harngrieß.
Harngrieß; Harnkristalle; Harnleiterstein; Harnstein; Harnsteinauflösung; Konkrement; Natriumurat; Nephrolithiasis; Nierenbeckenausgussstein; Phosphatstein; Urolith; Urolithiasis
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