Rochelexikon A-Z
Mangan
Man|gan
Syn.: Mn (Abk.)
manganese
Schwermetallelement mit Atomgew. 54,983, OZ 25; 1- bis 7-wertig (meist 2-, 4- u. 7-wertig); u.a. in Manganquellen (eisen- u. manganhaltige Mineralquellen) enthalten. Essentielles Spurenelement (z.B. in Enzymen), dessen Tagesbedarf (ca. 2-3 mg) durch Nahrung gedeckt wird (v.a. Früchte, Spinat, Erd- u. Haselnüsse, Reis, Kleie). Der Normwert beträgt im Blut 0,015 (v.a. an Erythrozyten gebunden), im Blutserum 0,004 mg/100 ml. Es aktiviert Enzyme, u.a. UDP-Galakto- u. -Glucotransferase (s.u. Uridindiphosphat), bei der Bildung von Kollagen u. Glykosaminoglykan-Eiweiß-Komplexen. Wird nach Resorption im Verdauungstrakt v.a. von Mitochondrien aufgenommen. Mangelzustände, bei Wiederkäuern beobachtet, führen zu Hypocholesterinämie, Gewichtsverlust, verlängerter Prothrombinzeit, möglicherweise zu Wachstumsstillstand, Osteoporose u. zu Funktionsstörungen der Geschlechtsorgane. Von den 3 radioaktiven Isotopen (γ-Strahler) werden 52Mn (HWZ 5,76 d) u. 54Mn (HWZ 297 d) nuklearmedizinisch genutzt. Seine Salze sind z.T. technische Chemikalien (z.B. Manganum dioxidatum = Mn[IV]-oxid = Braunstein), z.T. Therapeutika (früher in Antianämika, Roboranzien; Kaliumpermanganat wird als Desinfektionsmittel u. Antidot angewandt). - Nachweis z.B. durch Neutronenaktivierungsanalyse (Atomabsorptions-Spektrometrie). S.a. Mangan...
Glykosaminoglykane; Kaliumpermanganat; Kollagen; Manganismus; Manganquelle; Mineralstoffe; Uridindiphosphat
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