Rochelexikon A-Z
Milz
Milz

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Jahr |
Systembezeichnung |
Anmerkungen |
|---|---|---|
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1948 |
ICD-6 |
erste offizielle Klassifikation der WHO |
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1952 |
DSM-I |
Definition der Kategorien, Beschreibung der Syndrome |
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1955 |
ICD-7 |
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1965 |
ICD-8 |
Erweiterung um neue Krankheitsgruppen; internationale Kooperation bei der Entwicklung |
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1968 |
DSM-II |
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1977 |
ICD-9 |
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1980 |
DSM-III |
erste offizielle Operationalisierung psychiatrischer Störungen, multiaxiale Klassifikation; Feldstudien vor Einführung |
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1987 |
DSM-III-R |
Einführung des Komorbiditätsprinzips |
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1992 |
ICD-10 |
klinisch-diagnostische Leitlinien |
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1994 |
ICD-10 |
Forschungskriterien |
|
ICD = International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO) DSM = Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association (APA) |
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© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.
Quelle: A. Benninghoff: Anatomie, Bd. 2, 13. /14. Aufl.; München 1985
Milz

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Jahr |
Systembezeichnung |
Anmerkungen |
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1948 |
ICD-6 |
erste offizielle Klassifikation der WHO |
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1952 |
DSM-I |
Definition der Kategorien, Beschreibung der Syndrome |
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1955 |
ICD-7 |
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1965 |
ICD-8 |
Erweiterung um neue Krankheitsgruppen; internationale Kooperation bei der Entwicklung |
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1968 |
DSM-II |
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1977 |
ICD-9 |
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1980 |
DSM-III |
erste offizielle Operationalisierung psychiatrischer Störungen, multiaxiale Klassifikation; Feldstudien vor Einführung |
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1987 |
DSM-III-R |
Einführung des Komorbiditätsprinzips |
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1992 |
ICD-10 |
klinisch-diagnostische Leitlinien |
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1994 |
ICD-10 |
Forschungskriterien |
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ICD = International Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation (WHO) DSM = Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association (APA) |
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Quelle: A. Benninghoff: Anatomie, Bd. 2, 13. /14. Aufl.; München 1985
Milz
Syn.: Splen; Lien
spleen
unpaares, dem retikulohistiozytären System zugehöriges, größtes lymphoretikuläres Organ. Größe u. Lage: Die Milz ist bohnenförmig, etwa 11 cm lang, 7 cm breit u. 3 cm dick und wiegt ca. 150-200 g. Sie ist von kirschroter bis blauvioletter Farbe und von weicher Konsistenz. Bis auf das medial liegende Hilum splenicum wird sie von Peritoneum umhüllt. Sie liegt in der Bauchhöhle im linken Hypochondrium in Höhe der 9.-11. Rippe, grenzt an Zwerchfell, Magen, Pankreas u. linke Kolonflexur und ist durch Bänder an Nachbarorganen fixiert. Aufbau: außen umschlossen vom Peritoneum (Tunica serosa), darunter liegt die Bindegewebskapsel (Tunica fibrosa), von der Balken (Trabeculae splenicae, Trabekel,
Milzbälkchen) nach innen ziehen, zwischen denen sich die Milzpulpa (Pulpa lienis, Pulpa splenica) befindet. Diese ist unterteilt in weiße Pulpa (Pulpa alba) mit PALS (periarterieller Lymphscheide, Vagina periarterialis lymphatica) u. Malpighi-Körperchen (Folliculi lymphatici lienales) und rote Pulpa (Pulpa rubra) mit venösen Milzsinus u. Milzretikulum (Reticulum splenicum). Die PALS ist eine zylindrische Lymphozytenansammlung um die Arteria pulpae albae, die unmittelbar aus der Trabekelarterie (Arteria trabecularis) entspringt; sie besteht fast ausschließlich aus T-Lymphozyten u. Helfer-T-Zellen. Das Milzretikulum ist ein Gerüst aus Retikulumzellen, das sich um die Sinus zu Pulpasträngen (Milzstränge, Chordae splenicae) verdichtet. Funktion: Die Milz
steht im Dienste der Erythrozytenmauserung u. der Aussonderung nicht mehr intakter Blutzellen. Während der Embryonalperiode werden hier vorübergehend alle Blutzellen gebildet, postembryonal entstehen unter normalen Bedingungen Lymphozyten. Gealterte Erythrozyten u. Thrombozyten werden abgebaut (Phagozytose von Erythrozyten in Retikulumzellen unter Bilirubinbildung). Ferner hat die Milz eine Abwehrfunktion (Phagozytose von Bakterien, Bildung von Immunglobulinen, Hemmung des Tumorwachstums, Abstoßung von Transplantaten). Die Milzfollikel sind die Proliferationsstätten von Lymphozyten nach hämatogen erfolgtem Antigenstimulus. T-Zell-Blasten entwickeln sich unmittelbar um die periarterielle Scheide der sich gabelnden Arteriolen in der weißen Milzpulpa, die B-Zell-Blasten (Germinoblasten)
proliferieren mehr in der Peripherie der Follikel. Nach Splenektomie werden Veränderungen bei den Immunglobulinen (Ig) der verschiedenen Klassen beobachtet: signifikante Verminderung des IgM-Spiegels und Anstieg von IgG- u. IgA-Spiegel. Verminderung der Phagozytoseleistung u. IgM-Erniedrigung werden für erhöhte Infektanfälligkeit nach Splenektomie insbesondere bei Kindern verantwortlich gemacht.
Lien; Milzpulpa; retikulohistiozytäres System; Splen
Lien accessorius... (mehr)
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