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Stress
Stress
Etymol.: engl. = Anstrengung, Druck
Zustand erhöhter Aktivität des Endokriniums u. Vegetativums mit diffuser Erregung des Sympathikus als Reaktion auf heftige, die Integrität des Organismus attackierende Reize. Ätiol.: physische Stressfaktoren wie Kälte, Bakterien- u. sonstige Gifte, Verletzung, Operation; psych. Belastungen wie seelische Konflikte, Ängste, Leistungsdruck. Pathogen.: Aktivierung hypothalamischer Kerne mit Vermehrung des CRF-Gehaltes, gefolgt von vermehrter ACTH- u. anschließend Cortisol-Ausschüttung mit Erhöhung von Blutdruck, Puls u. Herzminutenvolumen. Parallel dazu Anstieg von melanozytenstimulierendem u. lipotropem Hormon, Wachstumshormon u. Prolactin. Ferner Blutveränderungen (Eosinopenie in der Abwehrphase, Leukozytose, Pseudopolyglobulie).
Formen: positiv erlebter, kurz dauernder S. (Eustress) als Anpassung an die tgl. Anforderungen; negativ erlebter S. (Distress) infolge eines Missverhältnis zwischen Anforderung /Stressoren u. psych. oder körperl. Anpassungsfähigkeit. Bei dauerhafter Einwirkung der Stressoren funktionelle Entgleisungen (Erhöhung des Blutdrucks, Schlaflosigkeit, Magensaftüberproduktion, vegetative Störungen) bis hin zu Folgekrankheiten (Hypertonie, Magenulcera), also Allgemeinreaktionen i.S. des Adaptationssyndroms. - Analoge Reaktion erfolgt bei künstlicher Hypoglykämie durch Insulingaben (Insulin-Hypoglykämie-Test ). - I.w.S. wird S. auch gleichgesetzt mit den ihn auslösenden Faktoren
(Stressoren).
Adaptationssyndrom; Insulin-Hypoglykämie-Test; Stressor
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