Anti-Aging - Was kann man selber tun?

Was kann man selber tun?

Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralien, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf zählen zu den wichtigsten Säulen des Jungbleibens. Aber auch ein glückliches Privatleben wirkt lebensverlängernd. So leben verheiratete Frauen im Durchschnitt 4,5 Jahre länger, bei Männern beträgt der Unterschied zwischen verheiratet und Junggesellendasein sogar zehn Jahre. Bei der Ernährung spielt vor allem eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien eine wichtige Rolle. Sie binden im Körper vorhandene Sauerstoffradikale, also reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen, und verhindern damit, dass diese freien Radikale die körpereigenen Zellen zerstören und Krankheiten wie Arteriosklerose, Krebs oder Rheuma verursachen.
Gebildet werden freie Radikale durch oxidativen Stress, der wiederum entsteht durch fettreiche Ernährung, schwere Krankheiten, Verletzungen, beruflichen oder privaten Stress, Schlafmangel, aber auch exzessiven Sport und ausgedehnte Sonnenbäder. Antioxidanzien können etwa Vitamine, Eiweiße, Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe sein. Der Mensch kann sie über seine Nahrung zuführen. Nach neueren Erkenntnissen reicht das oft aber nicht aus, sodass eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein kann.
Neben regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung, gehört auch die Überprüfung der eigenen Lebenseinstellung zum Anti-Aging. Positiv denkende Menschen verfügen meist über bessere seelische Bewältigungsstrategien. Sie setzen sich weniger Stress aus und schonen damit ihre Abwehrkräfte. Wer über sich selbst lachen kann, zeigt Souveränität und Gelassenheit – und hat gute Voraussetzungen, glücklich und gesund alt zu werden.

Risiken und Nutzen

Die Anti-Aging-Medizin geht über eine gesunde Lebensweise hinaus. Während vor einigen Jahren noch die Vergabe von Vitaminen und Mineralien im Vordergrund stand, propagieren einige Anti-Aging-Mediziner heute, Alterserscheinungen durch gezielte Zugaben von Hormonen zu verzögern. Östrogene haben den Effekt, dass sie bei Frauen nach den Wechseljahren das Hautbild verjüngen und den fürs Klimakterium typischen Stimmungsschwankungen vorbeugen. Bei älteren Männern scheint eine Androgensubstitution Fettaufbau und Muskelabbau zu verhindern. Der Einsatz von Hormonen gilt unter Medizinern allerdings als umstritten. Vor etwa sechs Jahren ergab eine Studie, dass die Gabe von Östrogen das Brustkrebsrisiko erhöhen kann. Inzwischen gibt es Stimmen, welche die Methodik und die Ergebnisse der Studie infrage stellen. Einige Mediziner meinen, dass das regelmäßige Trinken von Alkohol und Übergewicht größere Brustkrebsrisiken haben als die Vergabe von Östrogen. Bei der Vergabe von Hormonen an Männern ist noch nicht klar, ob dadurch das Wachstum von Tumoren in Prostata und Leber gefördert wird.

Natürliche Hormone

Wegen der guten Verträglichkeit haben Pflanzenhormone (Phytohormone) in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Ähnlich den tierischen Hormonen steuern sie Wachstumsprozesse, haben allerdings in der Regel nicht die gleiche Stärke wie rezeptpflichtige Hormonpräparate.

 
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