Deutschland flotte Fünfziger

Die 50plus-Generation ist fit wie nie zuvor. Das zeigt der Vergleich mit den letzten 20 Jahren. Im Stadtpark, Schwimmbad, Fitnessstudio – nahezu überall begegnet man den sportlichen "Best Agern".
Die Motivationen sind vielfältig, wie eine Emnid-Studie im Auftrag der Gothaer zeigt: Spaß an der Bewegung oder der Wunsch nach Stress-Ausgleich lassen immer weniger Deutsche in ihrer Freizeit auf der faulen Haut liegen.
Der Sportwissenschaftler Dr. Christoph Breuer von der Technischen Universität Chemnitz hat herausgefunden, dass entgegen landläufiger Meinung die sportliche Aktivität mit fortschreitendem Alter nicht abnimmt. Das Ergebnis seiner Langzeitstudie: Die Zahl der sportlich Aktiven unter den 55 bis 64-Jährigen hat sich seit Mitte der 80er fast verdoppelt.
Einsetzenden Zipperlein den Laufpass geben
Besonders die Trendsportart Walking hat überdurchschnittlich viele Anhänger in der Altersklasse 50plus. Und das mit gutem Grund, wie Dr. Martin Pollak, beratender Arzt bei der Gothaer, betont: "Walking, aber auch Rad fahren, Schwimmen oder Aqua Jogging haben den großen Vorteil, dass sie auf überaus gelenkschonende Weise die Ausdauer verbessern." Denn ab dem 50. Lebensjahr steigt der Anteil der Gelenkbeschwerden sprunghaft auf über 40 Prozent der am häufigsten auftretenden Krankheiten an, wie die Gesundheitsberichterstattung des Bundes zeigt. Außerdem seien fast 80 Prozent der Männer und immerhin über 64 Prozent der Frauen zwischen 50 und 59 übergewichtig. "Sanfte Ausdauersportarten sind nahezu ideal, um beispielsweise ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken", so Pollak. Er empfiehlt eine Kombination des Trainings mit Dehnübungen und einem leichtem Krafttraining.
Wie sportlich sind wir?
Sportmuffel geben viele Gründe an, warum sie nicht aktiv werden: „Ich würde gerne Sport machen, habe aber keine Zeit" – das behaupten 38 Prozent der befragten Bundesbürger in den alten und neuen Bundesländern.
Selbst bei 25 Prozent der Rentner muss dies noch als Grund herhalten. In dieser Altersklasse behaupten auch 32 Prozent, im Alter mehr Sport treiben zu wollen. Fraglich ist nur, wann dieses "im Alter" sein soll. "Wer keine Zeit für sein persönliches Fitness-Programm findet und dieses Thema lieber auf später verschiebt, lebt gefährlich", so Dr. Pollak. "Schließlich steht Bewegungsmangel ganz oben auf der Liste der größten Risikofaktoren, zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen."
Autor/Quelle: Gothaer
