Klinikaufenthalt: Beruhigt in die Klinik
Ein Klinikaufenthalt ist kein Urlaub. Aber bei richtiger Vorbereitung bleibt zumindest der Stress zu Hause.
Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt
Meist sind es nur wenige Zeilen, die den Alltag ganz schön ins Wanken bringen: Die Einweisung eines Arztes zur stationären Behandlung in der Klinik. Damit die Tage auf der Station ganz im Zeichen der Gesundung stehen, organisieren Alleinstehende den Alltag am besten vorab – genau wie einen Urlaub. Der Briefkasten muss geleert werden, der Kanarienvogel braucht Futter und nächste Woche hat sich womöglich noch der Kaminkehrer angekündigt.
Für den Notfall – zum Beispiel bei einem Wasserschaden – sollte jemand Zugang zur Wohnung haben. Glücklich, wenn man einen guten Draht zum Nachbarn hat oder Angehörige in der Nähe wohnen. Mit schriftlichen Notizen tut sich der Helfer später leichter: Wo steht das Vogelfutter, wann kommt der Kaminkehrer? Falls die Dauer des Klinikaufenthalts nicht abzuschätzen ist, muss eine Vertrauensperson auch wichtige Dokumente finden können - idealerweise liegen diese zusammen an einem zentralen Ort.
Wenn keine Angehörigen oder Nachbarn als Helfer in Frage kommen, kann man sich an einen sogenannten Wohnungs- und Heimtierservice wenden. Dieser bietet das komplette Sorglospaket. "Täglich den Briefkasten leeren, lüften, das Tier füttern und pflegen und rechtzeitig den Kühlschrank für den Heimkehrer füllen – alles ist möglich", sagt Angelika May, die ein solches Servicebüro betreibt. "Dafür zahlt man um die 10 Euro pro Tag." Vergleichsangebote einholen kann sich lohnen – und das Vertrauen zum angemieteten Wohnungswächter muss stimmen.
Service-Dienstleister
Tierschutzvereine oder der Tierarzt kennen Adressen von Tierpensionen oder Menschen, die gerne bereit sind, Hund, Katze oder Kanarienvogel in Pflege zu nehmen.
Am Tag der Einweisung lässt man sich am besten in die Klinik chauffieren: Weder weiß man, wie es einem am Entlassungstag gehen wird, noch sollte der Wagen zu lange in Kliniknähe parken. Das kostet nicht nur unnötige Gebühren, sondern könnte auch Diebe auf den Plan rufen.
Wer die Möglichkeit hat, sollte schon vor dem Tag X die Klinik und die Station besuchen. So lernt man Schwestern und Pfleger kennen und kann die wichtigsten Punkte vorab klären: Wie begleiche ich anfallende Gebühren? Kann ich mir Post und Zeitung in die Klinik schicken lassen?
Notizen für den Notfall
Was tun, wenn die Klinikeinweisung nicht geplant war? Nach einem Unfall, Sturz oder Schlaganfall kann es sehr schnell gehen. Oft ist der Patient gar nicht ansprechbar. Für solch einen Fall ist es generell ratsam, ein Notfallkärtchen in der Nähe des Personalausweises aufzubewahren. Darauf steht, wer verständigt werden soll, welche Medikamente man regelmäßig nimmt und weitere Besonderheiten wie zum Beispiel eine Diabeteserkrankung.
Sozialdienst hilft
Doch wie organisiert man vom Krankenbett aus notwendige Dinge, die noch zu erledigen sind?
Das Pflegepersonal ist immer erster Ansprechpartner und wird zusammen mit dem Patienten schnelle und unkomplizierte Lösungen suchen. Der Sozialdienst der Kliniken ist überdies für rechtlich-soziale Fragen zuständig, etwa, wenn eine Reha-Behandlung zu organisieren ist oder der Patient in der ersten Zeit zu Hause Hilfsmittel benötigt.
In vielen Häusern gibt es ehrenamtliche Helfer wie die "Grünen Damen". "Sie haben Zeit für Gespräche und helfen in kleinem Rahmen: etwa eine Zeitschrift am Kiosk besorgen, ein Telefonat führen oder einen Brief schreiben," erläutert Hubertus Dittmar von der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus-Hilfe.

