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Elektrosmog - Wissenschaft ohne Erdung
Als Elektrosmog bezeichnet man künstlich erzeugte elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Verursacht werden sie durch Strom- und Hochspannungsleitungen, Sendemasten, aber auch durch elektrisch betriebene Geräte.Unsere natürliche Welt besteht aus Erde, Luft und Wasser und schwachen, elektrischen und magnetischen Feldern. Bei einem Gewitter mit Blitzschlag entwickeln sich starke Magnetfelder. Beim Föhn, den viele Menschen u.a. wegen seiner Kopfschmerzwirkung fürchten, entstehen elektrische Wechselfelder bis zu 350 kHz. Aber die Natur gehorcht dem Gesetz der Pause - der von Menschenhand erzeugte Elektrosmog strahlt rund um die Uhr. Eine Wohnung ohne elektrisches Licht, ein Haushalt ohne technische Helfer, ein Leben ohne Telefon ist heutzutage unvorstellbar. Durch die explosionsartige Zunahme von künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern hat die unsichtbare "Umweltverschmutzung" der natürlichen Strahlung schon lange den Rang um ein Vielfaches abgelaufen. Die Elektrosmog-Verordnung setzt Grenzwerte für die Industrie. Aber niemand kann heute genau sagen, welche Folgen die flächendeckende Elektrifizierung für uns haben wird.
"Wellensalat" ist nicht gleich "Wellensalat"
Bei Elektrosmog unterscheidet man zwischen niederfrequenten Magnetfeldern, niederfrequenten, elektrischen Feldern und hochfrequenten Feldern. Niederfrequente Magnetfelder gehen z.B. von Mikrowellen, Fernsehern und Hochspannungsleitungen, aber auch von Sicherungskästen aus. Beispiele niederfrequenter elektrischer Felder sind u.a. Staubsauger, Leselampen oder Wasserbetten. In den Bereich der Hochfrequenz gehören Mobiltelefone, schnurlose Telefone, Fernseh- und Radiosender und beispielsweise auch ein undichtes Mikrowellengerät. Die Grenzen von Nieder- und Hochfrequenz sind fließend. Beispiel: In Fachkreisen spricht man beim Mobilfunk von "gepulster elektromagnetischer Strahlung". Das bedeutet, daß die Informationen "zerhackt" übertragen werden. Und das 217 Mal pro Minute. Dadurch ist das elektromagnetische Feld dauernder Veränderung ausgesetzt. Das Resultat ist eine Mischung aus hochfrequenter und niederfrequenter Strahlung. Das Phänomen, daß elektrische Geräte sich gegenseitig stören, hat jeder von uns schon einmal bemerkt. Aber sie können auch empfindlich auf den Organismus des Menschen wirken, der wie eine Antenne auf das elektromagnetische Umfeld reagiert.Wie viele Elektrogeräte verträgt der Mensch?
Die Sache mit der Elektrosensibilität Unser Körper ist leit- und leidfähig! Viele Fachexperten glauben, daß elektromagnetische Felder die Gesundheit von Menschen und Tieren negativ beeinflussen können. Angeblich reagieren 15 Prozent aller Menschen empfindlich auf Elektrosmog. Aber die Forschung bewegt sich hier noch auf dünnem Eis und kommt in vielen Fällen zu uneinheitlichen Ergebnissen. Und jeder Mensch reagiert anders auf Elektrosmog. Der Gesundheitszustand und die Ernährung spielen auch hierbei eine Rolle. Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Herz-Kreislaufbeschwerden und Impotenz können Folgen eines überhöhten elektrischen Umfeldes sein. Wenn Sie das Gefühl haben, betroffen zu sein, können Sie eine elektrobiologische Untersuchung von einer Umweltapotheke durchführen lassen.Vorsichtsmaßnahmen für Elektrosensible
- Achten Sie, besonders nachts beim Schlafen, auf ein von Störfeldern freies Umfeld. Nur wenig elektrische Geräte im Schlafzimmer (z.B. Fernseher, Radiowecker)! Das soll auch die Schlafqualität fördern.
- Ziehen Sie den Netzstecker bei Geräten, die Sie nicht so oft benutzen.
- Vermeiden Sie eine "Festbeleuchtung".
- Informieren Sie sich beim Kauf eines neues Elektrogerätes über die "Störstrahlungen". Dies gilt besonders für Computer und Fernsehgeräte.
- Tauschen Sie notfalls alte Elektrogeräte aus, und kaufen Sie sich strahlungsarme neue!
Aktualisiert: 30.04.2009
Autor/Quelle: gesundheit.de
Autor/Quelle: gesundheit.de
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