Gefahrstoffe

Fast jeder hat sie schon einmal gesehen, die schwarzen Symbole auf orangefarbenem Hintergrund, die auf so genannte Gefahrstoffe hinweisen, z.B. das Flammenzeichen auf Haarsprays. Daneben gibt es noch andere wichtige Hinweise auf Verpackungen, die auf gefährliche Stoffe aufmerksam machen.

Was versteht man unter Gefahrstoffen?

Stark vereinfacht gesagt, handelt es sich um Substanzen – chemische Stoffe oder Stoffgemische – die in irgendeiner Form eine negative Auswirkung auf den Menschen und seine Umwelt haben können. Es geht bei diesen gefährlichen Stoffen also nicht nur um die direkte gesundheitliche Beeinträchtigung des Menschen, sondern auch um die Belastungen des Umfeldes, wie sie z.B. durch eine Explosion oder einen Brand entstehen können.
Umgekehrt bedeutet das Fehlen eines Gefahrensymbols leider nicht, dass von einem Stoff keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Deshalb sollte man bei Chemikalien immer das Kennzeichnungsschild lesen. Hier könnte z.B. stehen, dass ein Stoff "entzündlich" ist, also einen Flammpunkt zwischen 21 und 55 °C hat. Obwohl hierfür kein Gefahrensymbol vorgesehen ist, kann ein solcher Stoff unter gewissen Bedingungen (z.B. eine erhöhte Raumtemperatur) durchaus eine Brandgefahr darstellen. Genauso wie ein Stoff, der als "leichtentzündlich" mit einem Flammensymbol gekennzeichnet wird.
Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie im täglichen Leben mit Gefahrstoffen zu tun haben. Denn wer schaut sich schon das Hinweisschild auf seinem Nagellackentferner oder Schaumfestiger genau an. Beide enthalten Chemikalien, die hochentzündlich sind; beim Schaumfestiger kommt als Gefahrenquelle auch noch der Behälter hinzu, der unter Druck steht und z.B. keiner Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden darf.

 
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