Granulate, Suspensionen, Zaepfchen und Tees

Medikamente werden in vielen unterschiedlichen Formen angeboten. Die unterschiedlichen Formen und Zusammensetzungen von Medikamenten gehen auf die verschiedenen Wirkstoffe zurück, die in den Medikamenten eingesetzt werden.Neben verschiedenen Tablettenformen, Salben und Tropfen werden auch folgende so genannte Darreichungsformen in den Apotheken angeboten:
- Granulate bestehen aus kleinen Körnchen, in denen der Wirkstoff und Hilfsstoffe eingearbeitet sind. Sie können je nach Art pur oder gelöst in Wasser eingenommen werden.
- Sirup ist eine konzentrierte wässrige Zuckerlösung, die als Träger für die Wirkstoffe dient. Er wird in der Regel – anders als Fruchtsirup – bei der Einnahme nicht verdünnt.
- Suspensionen sind flüssig. Sie enthalten nicht-lösliche Stoffe, die sich auf dem Boden der Flasche absetzen. Deshalb müssen Suspensionen vor jedem Gebrauch geschüttelt werden, um die Wirkstoffe gleichmäßig zu verteilen. Sie werden innerlich oder äußerlich angewendet.
- Zäpfchen sind zylinder- oder torpedoförmig geformt, damit sie leichter in den Mastdarm oder die Scheide eingeführt werden können. Ihre Grundsubstanz ist ein Hartfett, das sich bei Körpertemperatur auflöst und so den enthaltenen Wirkstoff freisetzt. Zäpfchen sollten möglichst bei leerem Darm mit der spitzen Seite voran eingeführt werden. Weil sich Zäpfchen schon bei Körpertemperatur auflösen, müssen sie in jedem Fall kühl und trocken aufbewahrt werden.
- Tees werden aus getrockneten und meist zerkleinerten Pflanzenbestandteilen, die mit heißem Wasser übergossen werden, hergestellt.
Tees mit medizinischen Wirkstoffen
Die medizinisch wichtigen Wirkstoffe lösen sich im heißen Wasser aus den pflanzlichen Bestandteilen. Die meisten Tees werden heiß getrunken, es gibt jedoch auch Ausnahmen.
So wird zum Beispiel Eibischwurzeltee mit kaltem Wasser angesetzt und unter häufigem Umrühren 1 - 2 Stunden lang ausgezogen. Nach dem Abseihen wird der Tee leicht angewärmt und getrunken. Die schleimigen Bestandteile der beiden Pflanzen eignen sich besonders gut, um einen rauhen und angegriffenen Rachen zu beruhigen.
Auch Bärentraubenblätter-Tee gegen Blasenentzündungen wird mit kaltem Wasser angesetzt. Bärentraubenblätter enthalten viele Gerbstoffe, die sich im warmen Wasser lösen würden und so den Magen belasten könnten. Bei empfindlichem Magen empfiehlt sich also der kalte Ansatz des Tees, der dann zum Abtöten von Bakterien vor dem Trinken aufgekocht werden soll.
Die Enzianwurzelwird mit ca.150 ml siedendem Wasser übergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Die Droge kann auch kalt angesetzt und kurz aufgekocht werden. Zur Appetitanregung eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten, bei Verdauungsbeschwerden nach den Mahlzeiten eine Tasse kalten oder mäßig warmen Tee trinken.
Die richtigen Tees und alle anderen Medikamente zur Linderung Ihrer Beschwerden finden Sie in der Apotheke. Fragen Sie danach. Ihre Apotheke wird Sie freundlich und kompetent beraten.
Autor/Quelle: Susanne Köhler
