Die Grenzen der Selbstmedikation

Die Grenzen der Selbstmedikation
Die Grenzen der Selbstmedikation mit Schmerzmitteln sind erreicht, wenn Schmerzen chronisch oder ungewöhnlich sind oder mit weiteren Symptomen wie beispielsweise hohem Fieber oder Schwindel, gemeinsam auftreten. Dann sollte der Schmerz als Warnfunktion ernst genommen und ein Arzt aufgesucht werden.
Für den Bereich der Kopfschmerzen definiert die DMKG, dass eine ärztliche Klärung – im Normalfall zunächst beim Hausarzt, ggf. dann in spezieller Schmerztherapie – ratsam ist, wenn
- Kopfschmerzen täglich oder fast täglich auftreten,
- sie mit weiteren Symptomen wie Lähmungen, Gefühls-, Seh-, Gleichgewichtsstörungen, Augentränen oder starkem Schwindel oder
- mit psychischen Veränderungen wie Störungen des Kurzzeitgedächtnisses oder Störungen der Orientierung zu Zeit, Ort und Person einhergehen,
- sie erstmals im Alter von über 40 Jahren auftreten,
- die Schmerzen in ihrer Intensität, Dauer und/oder Lokalisation unüblich sind oder
- erstmals während oder nach körperlicher Anstrengung auftreten, sehr stark sind und in den Nacken ausstrahlen,
- sie von hohem Fieber begleitet sind,
- sie nach einer Kopfverletzung, z. B. einem Sturz, auftreten
- die Kopfschmerzen trotz Behandlung an Häufigkeit, Stärke und Dauer zunehmen,
- zusammen mit einem epileptischen Anfall und Bewusstlosigkeit auftreten oder
- sie nicht mehr auf die bisher wirksamen Medikamente ansprechen.
Aktualisiert: 26.11.2009
Autor/Quelle: POYS
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