Homöopathie für Kinder

Mit Homöopathie lassen sich viele typische Beschwerden von Kleinkindern und Kindern sowie Kinderkrankheiten sanft behandeln oder sogar vorbeugen. Die Erfahrung zeigt, dass gerade Kinder auf Homöopathie sehr gut ansprechen. Auch aus diesem Grund wird die Homöopathie bei Kindern gerne als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin zu Rate gezogen.
Schnell ist es passiert: Ob beim Radfahren, rennen, laufen oder toben, Kinder verletzten sich häufig. Meist sind es zum Glück nur glimpfliche Verletzungen, dennoch ist Hilfe gefragt. Für diese Fälle, aber auch für alle anderen Beschwerden und Krankheiten im Kleinkind- und Kindesalter können die Behandlungsmöglichkeiten innerhalb der Homöopathie eine wirksame Hilfe bei Kindern sein.
Homöopathie bei Kindern
Welches Mittel kann innerhalb der Homöopathie denn nun bei welchen Beschwerden eingesetzt werden? Selbstverständlich kommt es bei der Bestimmung der richtigen homöopathischen Substanz immer auch auf die individuellen Symptome bei einem Kind an. Ein Homöopath oder Heilpraktiker wird mittels Befragung der Symptome das passende Mittel auswählen. Grundsätzlich haben sich bestimmte Substanzen innerhalb der Homöopathie bei Kindern bewährt, die im Folgenden aufgelistet sind. Diese sind jedoch ausschließlich als Empfehlung zu sehen und können eine exakte Diagnose und Behandlung eines Homöopathen oder Heilpraktikers nicht ersetzen. Folgende Globuli als Empfehlung:
Unfälle / Verletzungen / Muskelkater
Bei einem Sturz vom Fahrrad oder beim Hinfallen während des Tobens, bei Verletzungen jeglicher Art wird Arnica gegeben. Arnica kann die Wundheilung positiv fördern und gleichzeitig blutstillend wirken. Auch bei Muskelkater ist Arnica geeignet. Gerade aber bei Verletzungen am Kopf, etwa einer Gehirnerschütterung oder bei Verletzungen am Auge sollte zugleich ein Notarzt aufgesucht werden. Ergibt sich durch einen Unfall oder eine Verletzung ein Schock, kann nach den 1.Hilfe Maßnahmen zur Beruhigung Aconitum oder Rescue Remedy (Notfalltropfen) verabreicht werden.
Insektenstiche
Zur Vorbeugung von Mückenstichen hat sich Staphisagria bewährt. Bei einem Stich, auch einem Zeckenbiss, wird Ledum eingesetzt. Bei Bienen- oder Wespenstichen ist Apis geeignet. Ergibt sich durch den Insektenstich ein Ausschlag kann Urtica urens zur Linderung eingesetzt werden.
Sonnenbrand / Sonnenstich
Wenn nach einem zu intensiven Sonnenbad die Haut heiß und rot ist, kann Belladonna für Linderung sorgen. Auch bei einem Sonnenstich mit klopfenden Kopfschmerzen und einem hochroten Gesicht oder Kopf ist Belladonna geeignet.
Zahnschmerzen / Zahnen bei einem Baby
Wenn Zahnschmerzen plötzlich und sehr heftig auftreten, wird zunächst Belladonna verabreicht. Ist eine Backe während der Zahnschmerzen stark angeschwollen kann Chamomilla lindern. Belladonna und Chamomilla können auch bei Zahnungsbeschwerden bei einem Baby oder Kleinkind eingesetzt werden.
Kinderkrankheiten
Ein allgemein wichtiges Mittel bei den typischen Kinderkrankheiten ist Sulfur. Es findet seinen Einsatz bei Scharlach, Röteln oder bei Masern, wenn der Ausschlag sich nicht richtig herausbildet. Sulfur kann aber auch nach jeder überstandenen typischen Kinderkrankheit eingenommen werden, um die im Körper vorhandenen Giftstoffe abzutransportieren. Die wichtigsten Substanzen bei Windpocken sind Belladonna, Aconitum, Ferrum phosphoricum sowie Rhus toxicodendron. Bei Scharlach und Mumps gehört Belladonna zum bewährtesten Mittel. Bei Röteln ist neben Belladonna auch Ferrum phosphoricum ein Hauptmittel. Bei allen Kinderkrankheiten sollte beachtet werden, dass unterschiedliche Symptome auftreten können, die dann auch spezifische Substanzen der Homöopathie für Kinder benötigen. Bei Komplikationen ist immer der Rat von einem Arzt zu befolgen!
Schlaflose Nächte
Gerade bei Babys und Kleinkindern können Schlafstörungen verschiedene Ursachen haben, die fachlich abgeklärt werden müssen. Allgemein bewähren sich die Mittel Chamomilla, Avena sativia sowie Arnica, insofern das Kind durch eine Überanstrengung nicht einschlafen kann, obwohl es völlig übermüdet ist.
Schnupfen / Erkältung / Husten / Grippe
Zu Beginn eines Infekts kann Ferrum phosphoricum verabreicht werden. Ein Infekt, der von Fieber begleitet wird, kann mittels Belladonna oder Chamomilla behandelt werden. Bei Schnupfen ist Luffa geeignet. Belladonna und Ferrum phosphoricum zeigen ihre Wirkung auch bei Husten, Hustenreiz sowie Halsschmerzen. Wenn ein Säugling unter einer verstopften Nase leidet und dementsprechend auch Schwierigkeiten beim Saugen von Milch hat, kann Sambucus zum Einsatz kommen.
Magen-Darm
Okoubaka kann allgemein bei Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchweh eingesetzt werden, es eignet sich zudem gegen Reiseübelkeit. Nach verdorbenem essen oder wenn das Kind würgt, aber nicht brechen kann, wird Nux Vomica verwendet. Bei Erbrechen nach fettigem oder süßen Essen ist kann Pulsatilla verabreicht werden.
Innerhalb eines Krankheitsbildes können viele verschiedene Substanzen aus der Homöopathie mögliche Wirkung erzielen. Aus diesem Grund gibt es sogenannte homöopatische Komplexmittel, die je nach Krankheit eine Mischung aus verschiedenen Substanzen beinhalten.
Autor/Quelle: Sabrina Haas
