Venenerkrankungen: Die Natur hilft

Seit vielen Jahrhunderten hat die Naturheilkunde in der Medizin ihren festen Platz - auch bei der Behandlung von Venenleiden. Es gibt verschiedene Therapieformen, die eine phlebologische Basisbehandlung ergänzen können. Wann welche Behandlungsmethode - die Venenheilkunde und die Naturheilkunde - eingesetzt werden können, entscheidet der Venenspezialist.
Kranke Venen sind weit verbreitet und sind weder ein reines Frauenproblem noch eine reine Alterserscheinung. Bei Ultraschall-Doppler-Untersuchungen wurde festgestellt, dass viele der zwölf- bis vierzehnjährigen Kinder eine beginnende Venenschwäche aufweisen. Bei den sechzehn- bis achtzehnjährigen Jugendlichen ist die Zahl der Betroffenen sogar noch höher.Durch mangelnde Bewegung, oder auch durch Vererbung, erschlafft das Bindegewebe in den Beinen. Übergewicht, Rauchen und hormonelle Änderungen (wie die Pille) begünstigen die Entstehung von Venenproblemen wie Krampfadern. Zudem sind die Jugendlichen heute früher ausgereift und damit körperlich erwachsen - mit allen Begleiterscheinungen. Viele Jugendliche kennen das Risiko nicht und ergreifen dann noch Berufe, die mit langem Stehen oder Sitzen verbunden sind, was noch einmal Gift für die Venen ist. Ziel muss es sein, schon jüngere Menschen auf die Gefahren von Venenleiden hinzuweisen, zumal das Risiko einer Erkrankung durch die heutigen Lebensgewohnheiten zunimmt.
Symptome von Venenleiden
Die Anzeichen einer Venenerkrankung kommen schleichend. Manchmal ist es ein ziehender Schmerz, die Waden werden heiß und schwellen an oder verfärben sich bläulich. Dies deutet auf einen Stau in den Venen hin, der bis zur Thrombose führen kann. In solchen Fällen hilft nur noch eine Operation, bei der die erkrankte Vene entfernt wird. Zur Unterstützung der Heilung können dann, je nach Befund, die naturheilkundlichen Therapien eingesetzt werden. Sie stärken die Venen von innen und fördern die Durchblutung. Für ältere Patienten, bei denen eine Operation nicht möglich ist, sind sie eine gute Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern und damit die Lebensqualität zu verbessern.
Vorbeugung von Venenleiden
Alltag:
- Treppen steigen, statt den Lift zu benutzen,
- öfter vom Bürostuhl aufstehen und umherlaufen,
- Venengymnastik am Arbeitsplatz,
- lieber laufen und liegen als sitzen und stehen,
- gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse,
- viel trinken, mind. 2 Liter am Tag,
- auf Gewicht achten,
- Kneipp-Güsse,
- Kompressionsstrümpfe tragen.
Sport:
- Walking
- Nordic-Walking
- Joggen
- Fahrrad fahren
- Stepper
- Schwimmen
- Skilanglauf und vieles mehr.
Autor/Quelle: Deutsche Venenliga e. V.

