Lungenuntersuchungen: Lungenfunktionstests
Lungenfunktionstests
- Spirometrie: Dabei wird die maximale Atemkapazität (Vitalkapazität) bestimmt (unter Berücksichtigung von Alter, Körpergröße und Geschlecht). Eine krankhafte Verminderung kann durch Verengung der Atemwege (Obstruktion) oder eine verringerte Ausdehnungsfähigkeit der Atemorgane (Restriktion) bedingt sein. Bei der Untersuchung muss der Patient in ein Mundstück atmen, während seine Nase verschlossen ist.
- Atemstoßtest (Tiffeneau-Test): Er wird direkt im Anschluss an die Spirometrie durchgeführt, indem der Patient in das gleiche Mundstück nach tiefem Einatmen schnell und kräftig ausatmet. Er dient dazu, zwischen einer Obstruktion und Restriktion zu unterscheiden.
- Peak-Flow-Messung: Bei dieser Untersuchung wird der Spitzenfluss bei der Ausatmung gemessen; sie kann vom Patienten mit einem entsprechenden Gerät selbst durchgeführt werden. Sie dient der Verlaufskontrolle bei bestimmten Lungenerkrankungen wie Asthma, um möglichst früh eine Verschlechterung der Lungenfunktion feststellen und dieser therapeutisch entgegenwirken zu können.
- Bodyplethysmografie: Damit lassen sich – neben den wie bei der Spirometrie gewonnenen Messgrößen – auch das Gasvolumen im Brustkorb und der Widerstand in den Atemwegen bestimmen, zwei weitere Parameter der Lungenfunktion, die bei Krankheiten verändert sind. Der Patient sitzt dabei in einer luftdicht verschlossenen Kabine und atmet über ein Mundstück in einen separaten Raum. Die Untersuchung ist sehr genau und von der Mitarbeit des Patienten weitgehend unabhängig.
Aktualisiert: 25.05.2012
Autor/Quelle: Dagmar Reiche
Autor/Quelle: Dagmar Reiche


