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Untersuchungen des Verdauungstraktes: Grunddiagnostik und bildgebende Verfahren

Die Grunddiagnostik
Die körperliche Untersuchung erfolgt meist am entkleideten, liegenden Patienten. Äußerlich sichtbare Krankheitszeichen (Inspektion) sind z.B. Wassereinlagerung, Zeichen der Abmagerung oder Hautveränderungen wie Lebersternchen oder gestaute Venen. Auch Narben, Asymmetrien und Vorwölbungen (z.B. bei einem Leistenbruch) geben dem Arzt Hinweise. Für die Tastuntersuchung (Palpation) muss der Patient eine möglichst entspannte Bauchdecke haben.Hilfreich ist dafür je ein Kissen unter Kopf und Knien. Der Arzt ertastet die Organe, insbesondere die Leber, und achtet dabei auch darauf, ob bestimmte Druckpunkte Schmerzen auslösen. Mit dem Abhören (Auskultation) und dem Abklopfen (Perkussion) des Bauchraums lassen sich die Darmgeräusche beurteilen sowie die Größe mancher Organe und freie Flüssigkeit im Bauchraum bestimmen. Wichtig ist auch die rektale Untersuchung, also das Austasten des Analbereichs und Enddarms. Dabei wird bei Männern gleichzeitig die Prostata abgetastet. Diese Untersuchung gehört zu der auch von Krankenkassen bezahlten Krebsvorsorge. Je nach Fragestellung werden häufig noch im Rahmen der Erstuntersuchung verschiedene Laborwerte im Blut bestimmt, z.B. Blutbild, Gerinnung, Zucker, Fette, Leber- und Nierenwerte, Mineralstoffe und Eiweiße. Auch der Stuhl wird untersucht, z.B. auf Blutbestandteile, um einen Tumor auszuschließen, auf Erreger bei chronischem Durchfall oder auf den Fettgehalt beim Verdacht auf Verdauungsstörungen.
Bildgebende Verfahren
Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein wichtiges Verfahren zur Untersuchung des Bauchraums. Sie hat den Vorteil, dass sie auf der einen Seite recht einfach durchführbar, für den Patienten unbelastend und kostengünstig ist, sich mit ihr auf der anderen Seite viele Strukturen und Veränderungen darstellen lassen. Die Beurteilung erfordert allerdings einige Erfahrung. Mit einer Zusatzeinrichtung lässt sich mittels Doppler- und Duplexsonographie der Blutstrom farbig sichtbar und hörbar machen, mit Hilfe spezieller Schallköpfe und Kanülen kann der Arzt verdächtige Bezirke unter Ultraschallkontrolle ansteuern und dort Gewebeproben entnehmen. Ein Röntgenbild des Bauchraums (Abdomenübersichtsaufnahme) hat fast nur noch Bedeutung zur Darstellung freier Luft unter der Zwerchfellkuppel; ansonsten bietet sie keinen Vorteil gegenüber der Sonographie. Koppelt man sie allerdings mit der Gabe von Kontrastmittel (als Brei geschluckt oder als Einlauf) und evtl. Luft (Doppelkontrastaufnahme) lassen sich die Darmbewegung und grobe Struktur beurteilen. Die Anwendungsbereiche der Computertomographie (CT) sind vergleichbar mit denen des Ultraschalls; allerdings ist die Auflösung und damit Unterscheidbarkeit besser. Dagegen stehen die Strahlenbelastung für den Patienten und die höheren Kosten. Mit der Magnetresonanztomographie lassen sich vor allem Veränderungen von Leber, Gallengänge und Bauchspeicheldrüse darstellen. Besteht der Verdacht auf eine Gefäßerkrankung oder Blutungen, kann auch eine Angiographie angezeigt sein. Dabei wird ein kleiner Schlauch in die Gefäße eingeführt, darüber Kontrastmittel eingebracht und dessen Verteilung im Röntgenbild dargestellt.Aktualisiert: 20.11.2009
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