Knochendichtemessung: Untersuchung und Auswertung

Wie läuft die Knochendichtemessung ab?

Es sind keine Vorbereitungen des Patienten nötig. Je nach Verfahren legt sich der Untersuchte in oder unter das entsprechende Gerät. Gemessen wird die Knochendichte an Bereichen, die nicht von anderen Knochenabschnitten überlagert sind, vor allem am Oberschenkelhals und an der Lendenwirbelsäule.
Dabei liegt der Patient angekleidet auf einer Liege. Metallteile in der untersuchten Region wie Geldstücke in der Hosentasche können das Messergebnis verfälschen und müssen deshalb abgelegt werden. Falls ein künstliches Hüftgelenk oder andere Metallteile im Körper vorhanden sind, muss der Untersucher darüber informiert werden.
Die gesamte Untersuchung dauert zwischen 10 Minuten und einer halben Stunde. Manchmal wird zusätzlich mittels bestimmter Stoffe im Urin die Aktivität des Knochenstoffwechsels bestimmt, bei speziellen Fragestellungen kann zusätzlich eine Blutprobe nötig sein.

Wie wird das Ergebnis ausgewertet?

Die persönlichen gemessenen Werte werden mit Normalwerten von gesunden gleichaltrigen (Z-Wert) sowie gesunden etwa 30-jährigen Testpersonen (T-Wert) verglichen. Je nach Abweichung des T-Werts wird zwischen normalem Ergebnis, Knochenarmut (Osteopenie) und Knochenschwund (Osteoporose) unterschieden.
Ist der Knochenschwund begleitet von typischen Knochenbrüchen, spricht man von schwerer Osteoporose. Der Z-Wert gibt einen Hinweis darauf, ob eine medikamentöse Therapie angezeigt sein kann. Diese Entscheidung hängt aber nicht allein vom Messwert ab, sondern wird vor allem auf Basis der sonstigen ärztlichen Befunde getroffen.

Wird die Untersuchung wiederholt?

Wurde eine Osteoporose diagnostiziert und eine entsprechende Therapie eingeleitet, sollte deren Erfolg überprüft werden. Da der Wiederaufbau im Knochen eine gewisse Zeit braucht und eine unnötige Strahlenbelastung vermieden werden sollte, ist eine erneute Knochendichtemessung mittels Röntgenstrahlen frühestens nach zwei Jahren zu empfehlen.
Bei bestimmten Personen mit sehr hohem Risiko wie Patienten unter dauernder Kortisontherapie oder nach Organtransplantationen, muss die Osteodensitometrie regelmäßig in geringeren Abständen (halbjährlich oder jährlich) durchgeführt werden. Um die Untersuchungsergebnisse miteinander vergleichen zu können, empfehlen sich die Kontrollmessungen am gleichen Gerät, idealerweise mit dem selben Untersucher.

 
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