Oxidativer Stress - Auslöser vieler Krankheiten

Fehl- und Mangelernährung, Rauchen und Bewegungsdefizite, Infekte, Übergewicht und hoher Blutdruck zählen heute zu den Faktoren, die im Gewebe oxidativen Stress verursachen und zu einer chronischen Entzündungsreaktion führen. Unter diesen Vorgaben stellt sich die Schwächung der Immunabwehr ein, Alterungsvorgänge werden beschleunigt, und das Entstehen von Allergien, Herz-Kreislauf-Leiden und Krebs wird gefördert.


Obgleich Vitamin C nicht fettlöslich ist, kann es dennoch Blutfettbestandteile wie LDL wirksam vor Oxidation bewahren. Darüber hinaus wirkt Vitamin C als Regenerator für Vitamin E. Dieses wichtige Antioxidans der Fettphase benötigt für seine Regeneration ein zweites Antioxidans. Diese Funktion übernimmt Vitamin C und daher sollten beide gleichzeitig in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Untersuchungen beweisen, dass die Blutkonzentration von Vitamin E bei älteren Menschen um 18 Prozent ansteigt, wenn sie mehr als 200 Milligramm Vitamin C pro Tag erhalten. Ein Schwerpunkt der immunologischen Forschung bezeichnet proinflammatorische Prozesse als Hauptursache der wichtigsten Zivilisationskrankheiten. Diese entstehen auf dem Boden einer chronischen, geringfügigen und meistens unbemerkt verlaufenden Entzündungsreaktion. Hier hat Vitamin C mit seinen schützenden Eigenschaften einen besonderen Stellenwert. Proentzündliche Prozesse sind mit einer optimalen Vitamin-C–Versorgung auszubremsen und antientzündliche Regelkreise zu stimulieren. In-vitro-Untersuchungen ergaben, dass proinflammatorische Botenstoffe Krebszellen zum Wachstum anregen. Wird diesen Zellen Vitamin C zugesetzt, ergibt dies einen direkten wachstumshemmenden Effekt. Professor Gerhard Uhlenbruck, Direktor des Instituts für Immunologie/ Uni Köln, empfiehlt hochdosierte Vitamin-C-Gaben bei rheumatischen Erkrankungen mit ihren "hohen Spiegeln reaktiver Sauerstoffspezies“. Außerdem könne möglicherweise Vitamin C eine Schutzfunktion im Zentralnervensystem übernehmen. Man wisse, dass ein Vitamin-C–Mangel die Hirnfunktion verschlechtert und könnte hier therapeutisch eingreifen, zumal das Gehirn besonders sauerstoffhungrig und daher für das Entstehen freier Radikale extrem anfällig sei.
 
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