Deutscher Ring warnt vor Suchtfaktor Internet
Kinder sollen veranwortungsvollen Umgang lernen

Der Krankenversicherungsverein Deutscher Ring hat vor dem Suchtpotenzial des Internet gewarnt. Vor allem von Online-Spielen und sozialen Netzwerken gehe eine erhöhte Suchtgefahr aus, weil sie dazu verleiten könnten, sich in virtuelle Welten zu flüchten und ständig online zu sein, erklärte der Deutsche Ring in Hamburg. Nach einer Umfrage der Organisation gelten etwa sieben Prozent der Internetnutzer mittlerweile als süchtig, ebenso viele als stark gefährdet.
Zudem seien 40 Prozent der Deutschen der Meinung, auf privates Surfen im Netz auf keinen Fall zwei Wochen lang verzichten zu können. Acht von zehn Befragten seien in ihrer Freizeit mindestens fünf Mal pro Woche im Internet unterwegs.
Der Deutsche Ring warnte davor, dass exzessiver Computerkonsum nicht nur zu sozialer Verarmung führt, auch die Gesundheit sei gefährdet. Stundenlanges Sitzen vor dem PC führe zu Übergewicht, Rückenproblemen und könne das Sehvermögen nachhaltig schädigen. "Exzessiver Computerkonsum ist von einem reinen Freizeitvergnügen zu einem echten Problem geworden, das nicht unterschätzt werden darf", warnte Frank Grunwald, Gesundheitsexperte beim Deutschen Ring. "Kindern und Jugendlichen sollte deshalb frühzeitig der verantwortungsvolle Umgang mit dem PC, Spielkonsolen und anderen Medien beigebracht werden", erklärte Grunwald.
