Hähnchen häufig mit Durchfallerreger Campylobacter belastet

Drei von fünf Hähnchen in Schlachthöfen betroffen

Drei von fünf Hähnchen in deutschen Schlachthöfen sind mit dem Durchfallerreger Campylobacter belastet. Auf knapp 18 Prozent der Hähnchen wurden zudem Salmonellen nachgewiesen, wie aus einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin hervorgeht. Campylobacter und Salmonellen sind die häufigsten Erreger bakterieller Magen-Darm-Erkrankungen des Menschen.

Die Experten raten daher, Geflügelfleisch gar zu kochen und damit die Erreger abzutöten. Auch solle das Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahrt und zubereitet werden, damit Krankheitserreger nicht verschleppt werden können.

Die BfR-Studie ist Teil einer Untersuchung, die 2008 in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union vorgenommen wurde. EU-weit wurde demnach Campylobacter sogar auf 77 Prozent der Schlachthähnchen nachgewiesen, gut 71 Prozent der geschlachteten Tiere hatten den Erreger im Darm. In Deutschland fanden die Wissenschaftler Campylobacter auf 62 Prozent der untersuchten Hähnchen, knapp 49 Prozent der untersuchten Tiere aus einer Schlachtcharge trugen den Erreger in sich.

Den Angaben zufolge gelangen die Krankheitserreger mit dem Darminhalt und auf den Federn der Tiere in den Schlachthof und können während der Schlachtung verschleppt werden. Dadurch gelangen sie in die Lebensmittelkette und zum Verbraucher.